Achtsamkeit im Alltag – 10 kurze Achtsamkeitsübungen & Gruppenpraxis

Achtsamkeitsübung - 10 kurze Achtsamkeit Beispiele für den Alltag

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Achtsamkeitsübung – 10 kurze Achtsamkeit Beispiele für den Alltag.

30-Sekunden-Zusammenfassung

Achtsamkeitsübungen helfen, im hektischen Alltag Ruhe und innere Balance zu finden. Sie fördern die Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments ohne Bewertung und reduzieren Stress. Beispiele für den Alltag sind: bewusstes Atmen, Body-Scan, achtsames Gehen, achtsam essen, Dankbarkeitstagebuch, 5-4-3-2-1-Sinnesübung, digitale Pausen, Gefühle benennen, Mini-Meditationen oder geführte Apps. Schon wenige Minuten täglich steigern Gelassenheit, Konzentration und mentale Widerstandskraft. Regelmäßige Praxis lässt sich leicht in Routineaktivitäten wie Zähneputzen, Essen oder Spaziergänge integrieren – für mehr Präsenz, Selbstfürsorge und emotionale Stabilität.


 

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In unserer hektischen, digitalen und oft überwältigenden Welt leiden viele Menschen unter ständigem Stress, innerer Unruhe und emotionaler Belastung – sowohl mental als auch körperlich. Deshalb suchen immer mehr Menschen nach praktikablen Wegen, mit denen sie Körper und Geist wieder ganzheitlich in Balance bringen können. Und genau hier kommen einfache Achtsamkeitsübungen ins Spiel – denn sie gelten als leicht umsetzbare Beispiele für Achtsamkeit, die dabei unterstützen können, bewusster und achtsamer zu leben, ruhiger und ausgeglichener durch den Alltag zu gehen, ob allein oder in der Gruppe. Tipp: In diesem Beitrag findest du außerdem wertvolle Empfehlungen für bewährte Achtsamkeitskurse und geführte Meditationen – die dir helfen können, deine persönliche Praxis zu vertiefen und dauerhaft zu integrieren.

Was ist eine Achtsamkeitsübung – und warum ist sie hilfreich?

Achtsamkeit und Atmen: Diese Grundtechnik bedeutet, den gegenwärtigen Moment ganz bewusst wahrzunehmen – und zwar ohne ihn sofort zu bewerten. Studien deuten darauf hin, dass regelmäßige Achtsamkeitsübungen im Alltag mit positiven Effekten auf das Stresserleben, die Schlafqualität und das emotionale Wohlbefinden verbunden sein können. Diese kurzen Achtsamkeitsübungen werden sowohl präventiv als auch unterstützend bei alltäglichen Belastungen eingesetzt – sanft, strukturiert und ohne invasive Maßnahmen.

Für wen sind Achtsamkeitsübungen besonders geeignet?

Achtsamkeitsübungen können Menschen in verschiedenen Lebenssituationen unterstützen. Besonders profitieren können:

  • Gestresste Berufstätige, die unter hohem Arbeitsdruck stehen und einen Ausgleich suchen
  • Eltern, die zwischen Familie und anderen Verpflichtungen jonglieren und Momente der Ruhe brauchen
  • Menschen mit Schlafproblemen, die durch Entspannungsübungen ihre Schlafqualität verbessern möchten
  • Personen mit vielen Grübelgedanken, die lernen möchten, aus gedanklichen Schleifen auszusteigen
  • Menschen in Übergangsphasen, die mehr Klarheit und innere Stabilität suchen
  • Alle, die bewusster leben möchten und ihre Selbstwahrnehmung stärken wollen

Können Achtsamkeitsübungen auch Nachteile haben?

Bei manchen Menschen können Achtsamkeitsübungen zunächst unangenehme Gefühle stärker bewusst machen. Das ist nicht zwingend ein Nachteil, kann sich aber anfangs herausfordernd anfühlen. Wenn du mit den Augen nach innen schaust, nimmst du möglicherweise Gefühle, Gedanken oder Körperempfindungen wahr, die du bisher unterdrückt oder vermieden hast.

Grenzen und Risiken: Wann ist Vorsicht geboten?

So wertvoll Achtsamkeitsübungen sein können – es gibt auch Situationen, in denen besondere Vorsicht geboten ist:

Achtsamkeit ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei psychischen Erkrankungen, chronischen Beschwerden oder akuten Krisen solltest du dich immer an qualifizierte Fachpersonen wenden.

Bei bestimmten Voraussetzungen kann Achtsamkeit Gefühle vorübergehend intensiver erlebbar machen. Dies betrifft insbesondere:

  • Menschen mit Trauma-Erfahrungen oder PTBS
  • Personen mit schweren Depressionen oder Angststörungen
  • Menschen in akuten emotionalen Krisen
  • Personen mit Psychosen oder dissoziativen Zuständen

In diesen Fällen sollte Achtsamkeit vorzugsweise in Begleitung einer therapeutischen Fachperson geübt werden. Ein geschulter Therapeut oder Coach kann die Praxis an deine individuellen Bedürfnisse anpassen und dich sicher begleiten.

Für die meisten Menschen sind Achtsamkeitsübungen jedoch eine sanfte, unterstützende Praxis ohne nennenswerte Nachteile – solange sie ohne Druck und mit Selbstmitgefühl geübt werden.

Kurze Achtsamkeitsübungen für den schnellen Einstieg

Nicht jeder hat viel Zeit, ausgedehnt Achtsamkeit zu üben. Deshalb sind kurze Achtsamkeitsübungen besonders wertvoll für deine Achtsamkeit im Alltag. Schon drei Minuten bewusste Aufmerksamkeit können einen spürbaren Unterschied machen. Diese Beispiele zeigen, wie Atmen und andere Techniken sofort umsetzbar sind. Probiere zum Beispiel diese einfachen Übungen:

  • Beim Kaffeetrinken nur auf den Geschmack konzentrieren
  • Während du auf etwas wartest, oder eine Pause hast: bewusst achtsames Atmen praktizieren
  • Bei Routinetätigkeiten wie Zähneputzen im Hier und Jetzt bleiben: Statt gedanklich schon bei der Arbeit zu sein, nimm die Tätigkeit bewusst wahr: Wie fühlt sich die Zahnbürste an? Welche Bewegungen machst du?
  • Kombiniere diese kurzen Übungen mit einer Affirmation für Achtsamkeit, z.B.: „Ich öffne meinen Blick für alles Wunderbare um mich herum.“

→ Wie du dein Nervensystem besser verstehen und alltagstaugliche Strategien zur Regulation kennenlernen kannst, erläutern wir ausführlich in unserem Nervensystem-Leitfaden.​

Achtsamkeitsübungen für Anfänger: So startest du ohne Überforderung

Du möchtest mit Achtsamkeit beginnen, aber die Vorstellung, lange stillzusitzen oder „richtig“ zu meditieren, fühlt sich überwältigend an? Das geht vielen so. Die gute Nachricht: Achtsamkeitsübungen für Anfänger können bereits mit wenigen Minuten täglich wirken. Forschungen des Max‑Planck‑Instituts für Kognitions‑ und Neurowissenschaften in Leipzig deuten anhand von Haaranalysen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen regelmäßiger Achtsamkeitspraxis und veränderten Stresshormonen hin (siehe z. B. diese Studie). Schon drei bis fünf Minuten pro Tag reichen für den Einstieg – wichtiger als die Dauer ist die Regelmäßigkeit.

Die drei Säulen für deinen erfolgreichen Start

Beginne mit bewusstem Atmen – dein Anker im Alltag: Die einfachste aller Achtsamkeitsübungen brauchst du weder Ausrüstung noch einen besonderen Ort. Setze oder stelle dich bequem hin, schließe wenn möglich die Augen und konzentriere dich zwei bis drei Minuten nur auf deine natürliche Atmung. Zähle innerlich deine Atemzüge oder begleite sie gedanklich mit „ein“ und „aus“. Wenn deine Gedanken abschweifen – und das werden sie bei jedem Menschen – ist das kein Fehler, sondern völlig normal. Bringe deine Aufmerksamkeit einfach freundlich zurück zum Atem. Jedes Zurückholen ist ein Erfolg, kein Versagen.

Nutze Alltagsmomente statt „keine Zeit zuhaben“: Die häufigste Ausrede für fehlende Achtsamkeitspraxis ist Zeitmangel. Doch du musst keine zusätzliche Zeit „finden“. Transformiere stattdessen vorhandene Routinen in Achtsamkeitsmomente: Beim Zähneputzen nimm bewusst die Bewegungen, den Geschmack und die Berührung der Bürste wahr. Beim ersten Kaffee konzentriere dich vollständig auf die Wärme der Tasse, den Duft und den Geschmack des ersten Schlucks. Beim Warten an der Ampel oder in der Schlange praktiziere drei bewusste, tiefe Atemzüge. Diese Mikro-Übungen summieren sich zu einer nachhaltigen Praxis, die sich natürlich in deinen Tag einfügt, ohne zusätzlichen Zeitaufwand.

Lass den Perfektionismus los – Gedanken sind erlaubt: Der häufigste Grund, warum Anfänger aufgeben, ist die falsche Erwartung, einen „leeren Kopf“ erreichen zu müssen. Das ist ein grundlegendes Missverständnis. Achtsamkeit bedeutet nicht, gedankenfrei zu werden oder in tiefe Entspannung zu fallen. Es geht darum, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten oder zu vermeiden. Du beobachtest einfach, was ist – ob angenehm oder unangenehm. Wissenschaftler beschreiben Achtsamkeit als „intensive Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt“, nicht als Gedankenstille. Sei geduldig und freundlich mit dir selbst, genau wie du es mit einem guten Freund wärst.

Dein Anfänger-Fahrplan mit den einfachsten Übungen: Die erste Woche

Um typische Anfängerfehler wie Übermotivation oder zu hohe Erwartungen zu vermeiden, folge diesem realistischen Wochenplan:

Tag 1-2 – Morgenritual (30 Sekunden)
Direkt nach dem Aufwachen, noch im Bett liegend: Nimm drei bewusste, tiefe Atemzüge. Spüre, wie sich dein Brustkorb hebt und senkt. Das wars schon – mehr nicht.

Tag 3-4 – Achtsames Essen (5 Minuten)
Zusätzlich zum Morgenritual: Iss eine Mahlzeit am Tag ohne jegliche Ablenkung. Kein Handy, kein Fernseher, keine Zeitung. Konzentriere dich nur auf Geschmack, Textur, Temperatur und Geruch. Kaue langsam und bewusst.

Tag 5-7 – Abendritual Body-Scan (3 Minuten)
Füge vor dem Einschlafen eine Körperwahrnehmung hinzu: Liege entspannt und spüre nacheinander deine Füße, Beine, Hände, Arme und Schultern – ohne etwas zu verändern, nur wahrnehmen. Nimm Spannungen oder Entspannung zur Kenntnis, ohne zu bewerten.

Warum dieser Ansatz funktioniert

Diese Struktur baut eine nachhaltige Achtsamkeitspraxis auf, weil sie nicht auf Willenskraft basiert, sondern auf einfacher Integration in deinen bestehenden Tagesablauf. Die MBSR-Methode (Mindfulness-Based Stress Reduction) nach Jon Kabat-Zinn belegt: Regelmäßige kurze Übungen sind deutlich effektiver als sporadische lange Sessions. Studien deuten darauf hin, dass regelmäßige Achtsamkeitsübungen mit Veränderungen im Stresserleben, der Stimmung oder gesundheitlichen Parametern in Verbindung stehen können. Achtsamkeit ist kein Leistungssport, sondern eine freundliche Haltung dir selbst gegenüber. Diese entwickelst du am besten durch kleine, konsequente Schritte, die dir Freude bereiten statt Druck zu erzeugen.

🪷 10 kurze Achtsamkeitsübungen für mehr Ruhe und Resilienz im Alltag

Diese Achtsamkeit Beispiele zeigen dir konkrete Wege für mehr Gelassenheit, innere Ruhe und mentale Balance. Jede dieser Meditation und Achtsamkeits Übungen lässt sich individuell an deinen Tagesablauf anpassen und als kurze Achtsamkeitsübungen in jeden Alltag integrieren.

1: Achtsamkeit üben durch Atmen – Deine innere Ankertechnik

Richte deine Aufmerksamkeit vollständig auf den Atem, während du ruhig sitzt. Spüre bewusst die Ein- und Ausatmung – und versuche dabei, weder etwas zu verändern noch zu kontrollieren. Diese grundlegende Achtsamkeitsübung für bewusstes Atmen hilft dir, in jedem Moment zu dir selbst zurückzufinden. Beobachte einfach – und kehre, wenn du abschweifst, immer wieder zurück zu deinem Atem.

2: Achtsamkeitsübung Body Scan – von Kopf bis Fuß achtsam spüren

Scanne deinen Körper gedanklich von oben nach unten – also vom Kopf bis zu den Füßen. Registriere dabei alle Empfindungen, ob Spannung oder Entspannung. Nimm alles an, ohne zu urteilen – und bleibe bei deiner Aufmerksamkeit, während du von Teil zu Teil wanderst. Diese intensive Achtsamkeitsübung fördert die Körperwahrnehmung nachhaltig.

3: Geführte Meditation: Achtsamkeits Übungen per App

Nutze geführte Achtsamkeitsübungen und Meditationen – zum Beispiel über Apps wie 7Mind, Headspace oder Calm. Sie bieten eine hilfreiche Anleitung für deine Praxis und unterstützen dich dabei, einfache Achtsamkeitsübungen regelmäßig in deinen Alltag zu integrieren. Besonders für Anfänger sind diese Meditationen und Übungen für Achtsamkeit ein idealer Einstieg.

4: Achtsames Gehen – meditierend in Bewegung

Spüre bei jedem Schritt den Boden. Nimm außerdem Geräusche, Gerüche, das Licht und die Temperatur wahr – so wie sie gerade sind. Konzentriere dich auf deinen Gang – und kehre immer dann mit deiner Konzentration zur Bewegung zurück, wenn dein Geist abschweift. Es geht nicht um das Ziel, an dem du ankommst, sondern darum, wirklich bewusst unterwegs zu sein.

5: Dankbarkeitstagebuch – Fokus auf das Positive

Halte täglich drei Dinge fest, für die du heute dankbar bist – egal ob groß oder klein. Diese Übung kann dazu beitragen, die eigene Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu trainieren und die Selbstwahrnehmung zu fördern. Kombiniere sie mit einer Achtsamkeits Affirmation wie „Ich nehme die Geschenke dieses Tages bewusst wahr“. Solche kurzen Übungen lassen sich perfekt in den Abend integrieren.

6: Die 5-4-3-2-1-Methode für Soforthilfe bei Belastung

Lenke deinen Fokus durch eine strukturierte Sinnesübung:

  • 5 Dinge, die du gerade sehen kannst,
  • 4 Dinge, die du spüren kannst,
  • 3 Geräusche, die du hörst,
  • 2 Düfte, die du wahrnimmst,
  • 1 Geschmack, den du beschreiben kannst.

Mit dieser Technik lässt sich der Fokus auf den gegenwärtigen Moment lenken, was die bewusste Wahrnehmung von Gedanken und Gefühlen unterstützt. Sie ist eine der effektivsten kurzen Achtsamkeitsübungen für den Notfall oder bei Panikattacken.

7: Achtsamkeits Übung „Digital Detox“ – bewusst Handy-Pausen einbauen

Plane gezielt digitale Auszeiten – beispielsweise morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafengehen. Reduziere dadurch Reizüberflutung und gib deinem Nervensystem die Möglichkeit zur Regeneration. Auch feste Zeiten ohne Social Media helfen, mentale Klarheit zu fördern und unterstützen deine Achtsamkeitsübungen im Alltag. Diese Form des bewussten Verzichts ist ein wichtiges Achtsamkeit Beispiel für deinen Alltag.

8: Achtsam essen – bewusst genießen mit allen Sinnen

Nimm dir Zeit beim Essen, kaue langsam, und achte auf Geschmack, Temperatur, Textur und Geruch. Verzichte gleichzeitig auf Ablenkungen wie Handy oder Fernsehen. So förderst du ein bewussteres Essverhalten und stärkst die Verbindung zu deinem Körper. Diese alltägliche Achtsamkeitsübung lässt sich besonders leicht als eine der einfachen Achtsamkeitsübungen in den Tag integrieren und ist ein praktisches Achtsamkeit Beispiel für Genuss.

9: Gefühle benennen – statt unterdrücken oder vermeiden

Wenn eine Emotion aufkommt, nimm sie bewusst wahr und benenne sie innerlich („Ich spüre Traurigkeit“, „Ich nehme Ärger wahr“). Studien legen nahe, dass dies zur besseren Emotionsregulation beitragen kann und dir hilft, klarer zu reagieren. Diese Form der emotionalen Achtsamkeitsübung ist besonders wertvoll für die Selbstreflektion.

10: Achtsamkeitsübung Mini-Meditation für überall und jederzeit

Nimm drei bewusste Atemzüge. Schließe dabei – wenn du magst – die Augen. Spüre dann für mindestens 60 Sekunden, wie du gerade sitzt oder stehst. Achte auf deine Haltung, deine Atmung und deinen Herzschlag – und kehre danach zentrierter und ruhiger in deinen Alltag zurück. Diese kurze Achtsamkeitsübung ist perfekt für zwischendurch.

Wie oft sollte man Achtsamkeitsübungen machen?

Die Häufigkeit ist wichtiger als die Dauer. Die realistische Empfehlung lautet: Lieber täglich kurz als selten lange. Anfangs reichen 1–5 Minuten pro Tag völlig aus. Wichtig ist die Regelmäßigkeit – tägliche Praxis, auch wenn sie kurz ist, baut nachhaltige neuronale Verbindungen auf.

Erste positive Veränderungen berichten viele Menschen nach 2–4 Wochen regelmäßiger Praxis. Viele Menschen berichten, dass regelmäßige Achtsamkeitsübungen nach etwa 8 Wochen helfen können, Stress besser wahrzunehmen, den Schlaf bewusster zu erleben und das emotionale Wohlbefinden zu unterstützen. Forschungen, z. B. vom Max-Planck-Institut, deuten darauf hin, dass regelmäßige Achtsamkeitspraxis über einen Zeitraum von etwa 2 Monaten mit Veränderungen im Langzeit-Stresslevel verbunden sein kann – in einigen Studien wurden Unterschiede von bis zu 25 % beobachtet.

Beginne mit einer realistischen Zeitspanne, die du wirklich jeden Tag einhalten kannst – auch wenn es nur 2 Minuten sind. Steigerungen kommen von selbst, wenn die Praxis zur Gewohnheit wird.

Achtsamkeitsübungen für Gruppen: Gemeinsam zu mehr Präsenz

Achtsamkeitsübungen in der Gruppe
Achtsamkeitsübungen in der Gruppe

Achtsamkeit lässt sich besonders wirkungsvoll in der Gruppe praktizieren. Achtsamkeitsübungen für Gruppen schaffen nicht nur einen geschützten Raum für innere Einkehr, sondern fördern auch das Gemeinschaftsgefühl und die gegenseitige Unterstützung. Ob im Team, in der Familie oder unter Freunden – gemeinsame Achtsamkeitspraxis verstärkt die positive Wirkung für alle Teilnehmer.

Bewährte Gruppenübungen für den Einstieg:

Die Atemkreis-Meditation eignet sich ideal als Einstieg: Alle sitzen im Kreis, schließen die Augen und konzentrieren sich für fünf Minuten auf ihren Atem. Ein sanfter Gong markiert Anfang und Ende. Diese einfache Übung synchronisiert die Gruppe und schafft eine gemeinsame Basis.

Beim achtsamen Spaziergang bewegt sich die Gruppe langsam und schweigend durch die Natur. Jeder Schritt wird bewusst gesetzt, alle Sinne sind geöffnet. Nach 15 Minuten tauscht sich die Gruppe über ihre Wahrnehmungen aus – oft entstehen dabei überraschende Erkenntnisse.

Die Body-Scan-Partnerübung verbindet Achtsamkeit mit zwischenmenschlicher Verbindung: In Zweiergruppen leitet eine Person die andere durch einen Bodyscan. Der Wechsel der Rollen vertieft sowohl die eigene Praxis als auch das Verständnis für andere.

Weitere Team- und Gruppenübungen für mehr Verbindung:

Achtsames Zuhören: Diese Partnerübung schärft die Präsenz im Gespräch. Eine Person spricht 2–3 Minuten über ein vorgegebenes Thema (z.B. „Was bedeutet Achtsamkeit für mich?“), während die andere Person nur zuhört – ohne zu unterbrechen, innerlich Antworten vorzubereiten oder Ratschläge zu formulieren. Die volle Aufmerksamkeit liegt auf den Worten, dem Tonfall und den Emotionen des Gegenübers. Nach dem Zeitraum wird gewechselt. Anschließend tauschen beide kurz aus, wie es sich angefühlt hat, wirklich gehört zu werden und vollkommen präsent zuzuhören.

Wertschätzungskreis: Alle sitzen im Kreis. Reihum nennt jede Person einer anderen im Kreis eine Sache, die sie an ihr schätzt – in 1–2 achtsam formulierten Sätzen. Wichtig ist, dass die Wertschätzung konkret und authentisch ist. Die Person, die die Wertschätzung empfängt, hört einfach nur zu und nimmt sie an, ohne sie zu relativieren oder abzuwehren. Alle anderen hören ebenfalls achtsam zu. Diese Übung stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft eine Atmosphäre der Verbundenheit.

Tipps für erfolgreiche Gruppenpraxis:

Schaffe einen ruhigen, ungestörten Raum ohne Ablenkungen. Beginne mit kurzen Übungen von 5-10 Minuten und steigere die Dauer allmählich. Ein festes Ritual zu Beginn und Ende hilft der Gruppe, anzukommen und loszulassen. Wichtig bei Achtsamkeitsübungen für Gruppen ist eine wertfreie Atmosphäre, in der jeder seine Erfahrungen teilen kann, ohne bewertet zu werden.

Regelmäßige Gruppenpraxis – idealerweise einmal wöchentlich – kann dazu beitragen, die eigenen Achtsamkeitserfahrungen bewusster wahrzunehmen. Die gegenseitige Motivation und der Austausch über Herausforderungen machen es leichter, Achtsamkeit dauerhaft im Alltag zu verankern. Für Teams reicht oft ein kurzer Achtsamkeitsimpuls von 5–10 Minuten einmal pro Woche, um erste Eindrücke der Praxis zu sammeln.

Beispiele für Achtsamkeit in verschiedenen Lebensbereichen

Um Achtsamkeitsübungen im Alltag erfolgreich zu praktizieren, helfen konkrete Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen. Diese einfachen Übungen lassen sich nahtlos in deinen Alltag integrieren:

  • Am Arbeitsplatz: Vor wichtigen Meetings kurze Achtsamkeitsübungen mit drei bewussten Atemzügen praktizieren
  • In der Familie: Beim Spielen mit den Kindern voll präsent im Moment mit allen Sinnen sein, ohne Handy-Ablenkung oder Abschweifen der Gedanken – ein wertvolles Beispiel für Achtsamkeit
  • Im Haushalt: Beim Geschirrspülen die Wärme des Wassers bewusst wahrnehmen und achtsames Atmen praktizieren
  • Unterwegs: Nutze die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Beobachte bewusst deine Umgebung – Menschen, Geräusche, Bewegungen – ohne zu bewerten oder zu kommentieren. Nimm einfach nur wahr, was gerade da ist.
  • Vor dem Schlafen: Beende den Tag mit einer Affirmation. Denke an drei Dinge des Tages, für die du dankbar bist. Diese achtsame Übung unterstützt dabei, den Geist bewusst wahrzunehmen und den Tag achtsam abzuschließen.

Welche Achtsamkeitsübungen eignen sich für den Arbeitsplatz?

Am Arbeitsplatz sind diskrete, kurze Übungen ideal, die keine besondere Umgebung benötigen. Hier sind besonders wirksame Mikro-Übungen:

Drei bewusste Atemzüge vor einem Meeting: Bevor du einen Raum betrittst oder ein Videocall startet, nimm dir 20 Sekunden Zeit. Atme dreimal tief und bewusst ein und aus. Diese Mini-Pause hilft dir, präsenter und fokussierter in das Gespräch zu gehen.

Eine 1-Minuten-Pause für Atem und Körperhaltung: Stelle einen Timer auf 60 Sekunden. Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Körperhaltung am Schreibtisch: Wie sitzen deine Füße auf dem Boden? Wie fühlt sich dein Rücken an der Lehne an? Nimm deinen Atem wahr, ohne ihn zu verändern. Diese kurze Übung unterbricht Anspannungsmuster und bringt dich zurück ins Hier und Jetzt.

Achtsame Körperwahrnehmung am Schreibtisch: Spüre während der Arbeit immer wieder kurz in deine Schultern, deinen Nacken und deinen Kiefer hinein.

Nimm bewusst wahr, ob sich dort Verspannungen aufgebaut haben. Lockere sanft die betroffenen Bereiche durch leichte Bewegungen oder bewusstes Loslassen.

Wenn du mehr Ideen für Achtsamkeitsübungen im Büro oder Homeoffice suchst, findest du hier einen ausführlichen Artikel zu Achtsamkeit am Arbeitsplatz.

Welche Achtsamkeitsübungen können sofort gegen Stress helfen?

Bei akutem Stress sind „Soforthilfe“-Techniken besonders wirksam:

  • Kurze Atemübung: 4-7-8-Atmung (4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen) beruhigt das Nervensystem schnell
  • 5-4-3-2-1-Methode: Lenkt die Aufmerksamkeit sofort von Stressgedanken auf die Sinneswahrnehmung
  • 1-Minuten-Pause: Stoppe alle Aktivitäten, atme tief durch und nimm nur deinen Körper und Atem wahr
  • Mini-Meditation: 60 Sekunden die Augen schließen und drei bewusste Atemzüge nehmen
  • STOP-Regel: Stoppen, Tief durchatmen, Beobachten, bewusst Weitermachen

Diese Techniken können helfen, die Aufmerksamkeit zu fokussieren und bewusster mit Stressmomenten umzugehen.

Achtsamkeit üben und Meditation – Vertiefende Praktiken

Achtsamkeit üben und Meditation können von einfachen Achtsamkeitsübungen wie Atmen bis hin zu komplexeren Techniken reichen. Diese Übungen eignen sich besonders für eine vertiefte Praxis und lassen sich ideal in deinen achtsamen Alltag integrieren:

MBSR und vertiefende Achtsamkeitspraxis

Wer seine Achtsamkeitspraxis vertiefen möchte, stößt oft auf MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction). Dieses strukturierte 8-Wochen-Programm wurde von Jon Kabat-Zinn entwickelt und unterstützt Menschen dabei, mithilfe von Achtsamkeitsmeditation, Body-Scan und Yoga besser mit Stress und Belastungen umzugehen. MBSR kombiniert formale Meditationspraxis mit informellen Achtsamkeitsübungen im Alltag.

In MBSR-Kursen lernst du unter professioneller Anleitung, wie du eine nachhaltige Achtsamkeitspraxis aufbaust. Die wöchentlichen Gruppentreffen bieten Struktur, Austausch und Motivation. Zwischen den Terminen übst du täglich etwa 45 Minuten mit angeleiteten Audio-Aufnahmen.

Wer tiefer einsteigen möchte, kann an MBSR-Kursen in Präsenz oder online teilnehmen. Auch Apps mit geführten Meditationen oder Online-Programme bieten strukturierte Unterstützung. Wichtig ist, eine Form zu finden, die zu deinem Leben passt und die du langfristig beibehalten kannst. Mehr Informationen zu MBSR findest du in unserem ausführlichen Artikel über die MBSR-Methode.

Was ist der Unterschied zwischen Meditation und Achtsamkeitsübungen?

Achtsamkeit ist eine innere Haltung – eine Art, mit voller Aufmerksamkeit und ohne Bewertung im gegenwärtigen Moment präsent zu sein. Diese Haltung kann sowohl in formellen Meditationen als auch in informellen Alltagsübungen praktiziert werden.

Meditation ist eine bestimmte Praxisform – meist eine strukturierte Übung, bei der du dich hinsetzt (oder hinlegst) und für eine festgelegte Zeit meditierst. Es gibt viele Meditationsformen: Atemmeditation, Body-Scan, Mantra-Meditation, Gehmeditation und mehr.

Achtsamkeitsübungen im Alltag sind informelle Praktiken, bei denen du alltägliche Tätigkeiten mit achtsamer Aufmerksamkeit durchführst: achtsam essen, achtsam duschen, achtsam zuhören. Du brauchst dafür keine spezielle Meditationszeit – die Achtsamkeit wird in bestehende Aktivitäten integriert.

Kurz gesagt: Meditation ist eine Methode, um Achtsamkeit zu üben. Achtsamkeit ist das übergeordnete Prinzip, das sowohl in Meditation als auch im gesamten Alltag gelebt werden kann.

Affirmationen für Achtsamkeit – Positive Verstärkung der Praxis

Eine Affirmation für Achtsamkeit verbindet die Kraft positiver Gedanken mit bewusster Wahrnehmung. Diese einfachen Achtsamkeitsübungen lassen sich perfekt kurz in deinen Alltag integrieren. Sage dir diese kraftvollen Sätze:

  • „Ich bin vollkommen präsent in diesem Moment“
  • „Ich nehme meine Gedanken und Gefühle liebevoll wahr“
  • „Ich vertraue auf die Weisheit meines Körpers“
  • „Jeder Atemzug bringt mir Ruhe und Klarheit“

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Achtsamkeitsübungen im Alltag – Praktische Integration

Achtsamkeitsübungen im Alltag müssen nicht kompliziert sein. Die Kunst liegt darin, gewöhnliche Tätigkeiten mit bewusster Aufmerksamkeit zu durchdringen. Diese einfachen Achtsamkeitsübungen verwandeln alltägliche Routinen in Momente der Präsenz.

Achtsam leben – Bewusstheit, innere Ruhe und mentale Balance kultivieren

Ob kurze Einheiten zwischen Terminen oder achtsames Atmen beim Warten – jedes Beispiel zeigt, wie sich Meditation nahtlos in deinen Alltag einfügen lassen. Kombiniere sie mit einer passenden Affirmation und schaffe so eine kontinuierliche Praxis.

Was ist ein Achtsamkeitsanker?

Ein Achtsamkeitsanker ist eine alltägliche Routine, die du bewusst mit einer Mini-Übung verknüpfst, damit du automatisch regelmäßig übst. Das Konzept basiert auf einem psychologischen Prinzip: Wenn du eine neue Gewohnheit an eine bestehende koppelst, fällt es dem Gehirn leichter, die neue Gewohnheit beizubehalten. Der „Anker“ – also die bereits vorhandene Routine – erinnert dich automatisch daran, achtsam zu sein.

Konkrete Beispiele für Achtsamkeitsanker:

  • Beim morgendlichen Kaffee oder ersten Getränk des Tages: Bevor du den ersten Schluck nimmst, halte inne. Rieche bewusst am Getränk, spüre die Wärme oder Kühle der Tasse in deinen Händen, nimm den ersten Schluck ganz langsam und achte auf den Geschmack. Praktiziere dabei ein bis zwei Minuten bewusstes Atmen.
  • Beim Zähneputzen: Während du deine Zähne putzt, nimm den Kontakt deiner Füße zum Boden wahr. Spüre, wie du stehst, wie dein Gewicht verteilt ist. Beobachte die Bewegungen deiner Hand beim Putzen – ohne sie zu verändern, einfach nur wahrnehmen.
  • Beim Schlafengehen: Bevor du das Licht ausmachst, nimm drei tiefe Atemzüge. Spüre kurz in deinen Körper hinein: Wo gibt es Anspannung? Wo fühlst du Entspannung? Keine Bewertung, nur Wahrnehmung.
  • Beim ersten Öffnen einer Tür am Tag: Wenn du morgens die erste Tür öffnest, halte kurz inne. Spüre den Türgriff in deiner Hand, die Bewegung beim Öffnen, das Geräusch. Dieser Moment wird dein Signal für Achtsamkeit.
  • Beim Hinsetzen an den Arbeitsplatz: Bevor du mit der Arbeit beginnst, schließe für einen Moment die Augen und nimm drei bewusste Atemzüge. Das signalisiert: Jetzt bin ich hier, jetzt beginne ich achtsam.

Der Vorteil von Achtsamkeitsankern: Du brauchst keine zusätzliche Zeit und keine Willenskraft, um daran zu denken. Die Routine selbst wird zur Erinnerung. So baust du Schritt für Schritt eine nachhaltige Achtsamkeitspraxis auf, die sich natürlich in deinen Tag einfügt.

Achtsamkeitsübungen aus der Therapie: DBT-Tools für den Alltag

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) hat wirksame Achtsamkeitsübungen entwickelt, die besonders bei starken Emotionen und Stress helfen. Diese Tools lassen sich einfach in den Alltag integrieren und können dabei helfen, Achtsamkeit in herausfordernden Situationen zu üben.

Die STOP-Regel bei starken Emotionen

Die STOP-Regel ist ein alltagstaugliches Tool, das dich in emotional aufgeladenen Momenten unterstützt, nicht automatisch zu reagieren, sondern bewusst zu handeln:

  • S – Stopp: Halte inne. Unterbreche kurz, was du gerade tust oder sagen willst. Dieser bewusste Moment des Innehaltens verhindert impulsive Reaktionen.
  • T – Tief durchatmen: Nimm einen oder mehrere tiefe Atemzüge. Das beruhigt dein Nervensystem und schafft einen kleinen Abstand zum Geschehen.
  • O – Beobachten (Observe): Nimm wahr, was gerade in deinem Körper und in deinem Geist passiert. Welche Gedanken sind da? Welche Gefühle spürst du? Wo im Körper nimmst du etwas wahr? Beobachte ohne zu bewerten.
  • P – Prüfen und Weitermachen (Proceed): Frage dich: Was ist jetzt wirklich hilfreich? Was brauche ich in diesem Moment? Dann handle bewusst statt automatisch zu reagieren.

Die STOP-Regel kann dazu beitragen, bewusst innezuhalten und deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten – auch in stressigen oder emotional aufgeladenen Situationen.

Beobachten – Beschreiben – Teilnehmen

Dieses Prinzip aus der DBT-Achtsamkeitspraxis besteht aus drei Schritten:

Beobachten: Nimm wahr, was gerade innerlich und äußerlich geschieht – ohne es sofort zu interpretieren oder zu verändern. Spüre einfach, was da ist: Gedanken, Körperempfindungen, Geräusche, Gefühle.

Beschreiben: Benenne das Wahrgenommene in neutralen Worten, ohne zu bewerten. Statt „Mir geht es schlecht“ sage dir: „Ich bemerke Anspannung in den Schultern“ oder „Ich nehme einen Gedanken über die Arbeit wahr“. Diese neutrale Beschreibung schafft Distanz und reduziert emotionale Verstärkung.

Teilnehmen: Gehe vollständig in die Aktivität, die du gerade machst. Sei ganz im Moment, ohne gleichzeitig mehrere Dinge zu tun. Wenn du isst, iss. Wenn du gehst, geh. Wenn du zuhörst, höre zu. Diese volle Präsenz ist das Gegenteil von Multitasking und schafft innere Ruhe.

Diese drei Schritte können dazu beitragen, die eigene Achtsamkeit im Alltag zu üben und bewusster auf Erfahrungen zu achten.

Wie du achtsames Leben fest und nachhaltig in deinen Alltag integrierst

Achtsamkeit im Alltag
Achtsamkeit im Alltag
  • Starte bewusst klein: Schon wenige Minuten täglich können dabei unterstützen, Achtsamkeit zu üben und langsam Vertrauen in deine Praxis zu entwickeln.
  • Verbinde Übungen mit deinen täglichen Routinen: Beispielsweise immer beim Zähneputzen, Essen oder vor dem Schlafengehen.
  • Nutze Hilfsmittel und Erinnerungen: Achtsamkeits-Apps, Notizzettel, Affirmationen oder Timer unterstützen dich, weiterzumachen.
  • Bleibe sanft mit dir selbst: Eine Achtsamkeitsübung ist kein Wettbewerb, sondern eine Übung in Freundlichkeit – auch gegenüber dir selbst.

Was sind einfache Achtsamkeitsübungen für den Alltag?

Einfache Achtsamkeitsübungen für den Alltag sind kurze Praktiken, die du ohne Vorbereitung in deinen Tag integrieren kannst. Dazu gehören:

  • Bewusste Atmung: Drei bis fünf tiefe Atemzüge nehmen und nur auf den Atem konzentrieren
  • Body-Scan: Den Körper gedanklich von Kopf bis Fuß durchgehen und Empfindungen wahrnehmen
  • Achtsames Gehen: Jeden Schritt bewusst spüren, den Bodenkontakt wahrnehmen
  • 5-4-3-2-1-Sinnesübung: Mit allen Sinnen den gegenwärtigen Moment erfassen
  • Achtsames Essen: Eine Mahlzeit oder auch nur einen Bissen ohne Ablenkung genießen

Diese Übungen brauchen keine spezielle Ausrüstung und lassen sich überall durchführen – ob zu Hause, im Büro oder unterwegs.

Die Achtsamkeit als wertvolle Ressource für mentale Balance

Eine regelmäßige Achtsamkeitsübung kann dir helfen, deine Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge zu stärken – und deine Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse besser einzuordnen. Viele Menschen berichten, dass sich durch regelmäßige Praxis ihre innere Resilienz stärkt – und sie gelassener und zufriedener durch den Alltag gehen. Weil jeder Moment ein neuer Anfang sein kann, genügt oft ein kurzer Impuls, um Achtsamkeit in dein Leben einzuladen. Achtsamkeitsübungen für Gruppen sind eine schöne Möglichkeit, gemeinsam Achtsamkeit zu üben.

Extra-Tipp: MBSR-Kurse (Mindfulness-Based Stress Reduction) oder strukturierte Online-Programme bieten dir eine fundierte Begleitung, um deine Achtsamkeitspraxis langfristig zu etablieren. Besonders geführte Sitzungen helfen dabei, auch in turbulenten Zeiten regelmäßig weiterzumachen und Achtsamkeit im Alltag zu praktizieren.

Persönliche Erfahrung mit Achtsamkeitsübungen

Aus eigener Praxis kann ich sagen, dass schon wenige Minuten täglicher Achtsamkeit einen spürbaren Unterschied machen. Wenn ich morgens bewusst drei tiefe Atemzüge nehme, fühle ich mich geerdeter und konzentrierter für den Tag. Besonders hilfreich sind für mich die kurzen Pausen bei der Arbeit: Ein bewusstes Wahrnehmen der Körperhaltung oder ein achtsamer Gang zur Kaffeemaschine helfen, Stress abzubauen und meine Gedanken zu ordnen. Auch das Führen eines kleinen Dankbarkeitstagebuchs hat meine Perspektive verändert – ich nehme die positiven Momente bewusster wahr und gehe gelassener durch den Alltag. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie leicht Achtsamkeit in den Alltag integrierbar ist.

FAQ zu einfachen Achtsamkeitsübungen

Wie kann man im Alltag achtsam sein?

Achtsam im Alltag zu sein bedeutet, den Moment bewusst wahrzunehmen – ohne zu bewerten. Schon kleine Routinen können helfen: Nimm dir beim Aufstehen ein paar bewusste Atemzüge, konzentriere dich beim Essen auf Geschmack und Konsistenz oder lege das Handy beiseite, wenn du mit jemandem sprichst. So trainierst du, im Hier und Jetzt zu leben, statt automatisch zu reagieren.
Mit regelmäßiger Übung lässt sich Achtsamkeit fest in den Alltag integrieren – für mehr innere Ruhe, Gelassenheit und mentale Balance.

Welche Beispiele gibt es für Achtsamkeit im Alltag?

Typische Beispiele für Achtsamkeit im Alltag sind einfache, kurze Übungen, die du ohne Aufwand durchführen kannst:

  • Beim Zähneputzen oder Duschen bewusst den Körper spüren
  • Achtsam essen und jeden Bissen wahrnehmen
  • Beim Spazierengehen auf Geräusche, Gerüche und Temperatur achten
  • Drei Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist
  • Für 60 Sekunden bewusst atmen und den Körper spüren

Solche alltäglichen Achtsamkeitsübungen fördern Präsenz, bewusstes Leben und mentale Entspannung – ganz ohne zusätzlichen Zeitaufwand.

Welche 5 Achtsamkeitsübungen gibt es für den Alltag?

Die folgenden fünf Achtsamkeitsübungen für den Alltag sind besonders leicht umzusetzen und fördern Ruhe und Konzentration:

  1. Achtsames Atmen: Drei tiefe Atemzüge nehmen und nur auf den Atem konzentrieren.
  2. Body Scan: Den Körper gedanklich von Kopf bis Fuß durchgehen und Empfindungen wahrnehmen.
  3. Achtsames Essen: Jeden Bissen bewusst schmecken, riechen und fühlen.
  4. Dankbarkeitstagebuch: Täglich drei Dinge notieren, für die du dankbar bist.
  5. Achtsames Gehen: Jeden Schritt spüren und Geräusche oder Gerüche bewusst wahrnehmen.

Diese kurzen Übungen helfen dir, Achtsamkeit im Alltag zu üben und dein Bewusstsein für den Moment zu stärken.

Wie kann ich Achtsamkeit in meinem Alltag umsetzen?

Du kannst Achtsamkeit im Alltag umsetzen, indem du kleine, bewusste Pausen in deine täglichen Routinen einbaust. Starte mit nur wenigen Minuten: Atme bewusst, wenn du wartest, iss ohne Ablenkung oder beobachte beim Gehen deine Umgebung.
Hilfreich ist es auch, Erinnerungen zu setzen – etwa durch Apps, Notizzettel oder Rituale wie die Morgenmeditation. Mit der Zeit wird Achtsamkeit zu einer natürlichen Haltung, die dir hilft, bewusster zu leben, Stress zu reduzieren und dich innerlich zu zentrieren.

Wie kann ich Achtsamkeit üben?

Achtsamkeit lässt sich durch regelmäßiges Innehalten trainieren. Kleine Rituale helfen: morgens vor dem Aufstehen drei tiefe Atemzüge nehmen, bewusst und langsam essen, beim Warten an der Ampel die Umgebung wahrnehmen oder den Tag mit einer kurzen Meditation beenden. Entscheidend ist, regelmäßig kurze Momente der Präsenz in den Alltag einzubauen, statt sofortige Perfektion anzustreben.

Was sind die einfachsten Achtsamkeitsübungen für Anfänger?

Typische Anfängerübungen sind achtsames Atmen, der Body-Scan und bewusstes Gehen. Diese Achtsamkeitsübungen helfen dabei, die Konzentration zu steigern und Stress abzubauen, indem sie als kleine Alltagsroutine ohne Vorwissen umsetzbar sind.

Wie funktioniert die Atemübung zur Achtsamkeit?

Eine beliebte Atemübung zur Förderung von Achtsamkeit ist folgende: Atme ruhig tief ein und achte bewusst auf das Gefühl, wie sich die Luft in deinem Körper bewegt. Diese Methode eignet sich optimal zum Stressabbau und kann überall kurz durchgeführt werden und ist Teil jeder effektiven Alltagsroutine.

Welche Fehler sollten Anfänger bei Achtsamkeitsübungen vermeiden?

Viele Anfänger wollen zu schnell Erfolge sehen oder üben nur unregelmäßig. Typische Fehlerquellen sind Ungeduld, Ablenkung durch Gedanken und zu hohe Erwartungen. Mit einfachen Anfänger Tipps wie „kleine Schritte“, „Routinen entwickeln“ und „regelmäßig üben“ lassen sich Fehler vermeiden und die Konzentration stärken.

Wie lange dauert eine gute Achtsamkeitsübung im Alltag?

Für eine wirksame Alltagsroutine genügen oft schon 3–5 Minuten pro Übung. Wer Stressabbau oder mehr innere Ruhe erreichen will, sollte lieber regelmäßig kurz üben als selten lange. So wird eine konstante Konzentration und Entspannung gefördert.

Kann ich Achtsamkeitsübungen auch alleine durchführen?

Achtsamkeitsübungen wie Atmen, Body-Scan oder achtsames Gehen können problemlos allein durchgeführt werden. Das regelmäßige Üben im eigenen Alltag ist besonders hilfreich für den Stressabbau und stärkt die Fähigkeit, Konzentration und Gelassenheit ohne externe Anleitung zu entwickeln.

Was sind die 7 Grundhaltungen (Säulen) der Achtsamkeit?

Die 7 Grundhaltungen nach Jon Kabat-Zinn gelten als Basis für achtsames Leben: Nicht-Urteilen, Geduld, Anfängergeist (Dinge betrachten, als sähe man sie zum ersten Mal), Vertrauen, Nicht-Streben (einfach nur im

Moment sein, ohne ein Ziel zu verfolgen), Akzeptanz und Loslassen. Sie helfen, achtsame Übungen nicht nur als Technik, sondern auch als innere Haltung in den Alltag zu integrieren.

Was sind die 5 Elemente der Achtsamkeit?

Die 5 Elemente der Achtsamkeit sind ethische Richtlinien, die helfen, bewusst und mitfühlend zu leben. Sie umfassen: Achtung vor dem Leben, Großzügigkeit, verantwortungsvolles Verhalten, achtsames Sprechen und bewussten Konsum. Diese Prinzipien fördern inneren Frieden und harmonisches Zusammenleben.

Was sind die 4 Grundlagen der Achtsamkeit?

Die 4 Grundlagen der Achtsamkeit stammen aus der buddhistischen Meditation und sind: Achtsamkeit auf den Körper, die Gefühle, den Geist und die Geistesobjekte. Sie helfen, das eigene Erleben klar zu beobachten und Einsicht in Gedanken, Empfindungen und Wahrnehmungen zu gewinnen.

Was sind die drei Säulen der Achtsamkeit?

Die drei Säulen der Achtsamkeit sind Präsenz im Moment, Akzeptanz ohne Bewertung und Mitgefühl. Diese Grundpfeiler unterstützen eine bewusste, friedvolle Haltung gegenüber sich selbst und anderen und stärken die tägliche Achtsamkeitspraxis.

Was ist die 5-4-3-2-1-Methode?

Die 5-4-3-2-1-Methode ist eine einfache Achtsamkeits- und Entspannungsübung, die besonders bei Stress oder Angst hilft. Dabei richtet man die Aufmerksamkeit bewusst auf die Sinne: 5 Dinge sehen, 4 Dinge fühlen, 3 Dinge hören, 2 Dinge riechen und 1 Sache schmecken. Diese Technik erdet und bringt den Geist zurück ins Hier und Jetzt.
Studien-Quellen:

Hinweis: Die in diesem Artikel beschriebenen Achtsamkeitsübungen dienen ausschließlich informativen und edukativen Zwecken. Sie ersetzen nicht die professionelle Beratung, Diagnose oder Behandlung durch qualifizierte Gesundheitsdienstleister wie deinem Arzt oder Psychotherapeuten.

Bild von Carla Thiede
Carla Thiede

Autorin im Cura Via Redaktionsteam

Carla Thiede ist geprüfte Heilpraktikerin mit Schwerpunkt auf chronische Erschöpfung und Stressprävention und interessiert sich seit vielen Jahren für sanfte Heilmethoden, natürliche Hausmittel und ganzheitliches Wohlbefinden. Sie teilt praxisnahe Tipps aus eigener Erfahrung und recherchiert sorgfältig in Fachliteratur, Studien und Expertenartikeln, um ihre Leserinnen und Leser bestmöglich zu informieren.

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