Apigenin â pflanzlicher Flavonoid-Inhaltsstoff mit Fokus auf Entspannung und Anti-Aging.
30-Sekunden-Zusammenfassung
Apigenin ist ein Flavonoid aus Kamille und Petersilie, dessen Wirkung traditionell zur Beruhigung eingesetzt wird. Es kann GABA-Rezeptoren im Gehirn beeinflussen, Stress und Angst reduzieren sowie den Schlaf verbessern. Studien zeigen positive Effekte bei Angststörungen, Depressionen und Schlafproblemen. Apigenin kann zudem den NAD+-Spiegel durch CD38-Hemmung schĂŒtzen und wirkt antioxidativ sowie entzĂŒndungshemmend. Apigenin ist gut vertrĂ€glich und kann ĂŒber Lebensmittel oder als NahrungsergĂ€nzung aufgenommen werden. Es eignet sich zur natĂŒrlichen UnterstĂŒtzung bei Stress, nervöser Unruhe und als Anti-Aging-Baustein â ersetzt aber keine Therapie bei ernsthaften Erkrankungen.
Apigenin â was ist das?
Apigenin ist ein natĂŒrlich vorkommender Pflanzenstoff aus der Gruppe der Flavone (eine Untergruppe der Flavonoide), der besonders reichlich in Kamille, Petersilie, Sellerie und Passionsblume enthalten ist. Dieser sekundĂ€re Pflanzenstoff wird seit Jahrhunderten traditionell mit beruhigenden Eigenschaften in Verbindung gebracht und ist einer der HauptgrĂŒnde, warum Kamillentee als beruhigendes GetrĂ€nk geschĂ€tzt wird. In den letzten Jahren ist Apigenin zunehmend in den Fokus der Wissenschaft gerĂŒckt: Allein seit 2020 wurden fast 3000 Publikationen zu diesem MolekĂŒl veröffentlicht, die sich mit seinen vielfĂ€ltigen gesundheitlichen Eigenschaften beschĂ€ftigen.
Welche Prozesse rund um Apigenin im Körper erforscht werden
Apigenin kann mit bestimmten Rezeptoren im Gehirn (GABA-Rezeptoren) interagieren, die an der Regulation von Entspannung und Schlaf beteiligt sind. Der Pflanzenstoff kann die Blut-Hirn-Schranke ĂŒberwinden und wirkt dort auf hemmende (dĂ€mpfende) Rezeptoren. DarĂŒber hinaus beeinflusst Apigenin mehrere wichtige Stoffwechselwege: Es kann EntzĂŒndungsbotenstoffe wie IL-6 (Interleukin-6) hemmen, den Nrf2-Signalweg aktivieren (wichtig fĂŒr antioxidative Schutzmechanismen) und das Enzym COX-2 beeinflussen, das an EntzĂŒndungsprozessen beteiligt ist.
Apigenin und GABA â die Schlaf-Verbindung
Apigenin kann an GABA-Rezeptoren im Gehirn binden und diese möglicherweise aktivieren. GABA (Gamma-AminobuttersĂ€ure) ist der wichtigste beruhigende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Durch die Interaktion mit GABA-Rezeptoren kann Apigenin Ă€hnliche, wenn auch mildere, entspannende Effekte haben wie andere GABA-modulierende Substanzen â jedoch auf natĂŒrliche und sanfte Weise. Dies erklĂ€rt, warum Kamillentee mit seinem Apigenin-Gehalt traditionell bei Schlafproblemen eingesetzt wird.
Apigenin und Stress â Ăberblick zum aktuellen Forschungsstand

In der wissenschaftlichen Forschung wird Apigenin im Zusammenhang mit nervöser Unruhe und Entspannung untersucht. In einer Studie mit 179 Teilnehmenden wurde ĂŒber einen Zeitraum von 26 Wochen tĂ€glich 1500 mg Kamillenextrakt eingesetzt, der etwa 1â1,2 % Apigenin (entsprechend ca. 18â21 mg Apigenin) enthielt. Dabei wurden VerĂ€nderungen im Bereich angstbezogener Symptome beobachtet.
Auch bei generalisierten Angststörungen wurden in mehreren Studien ĂŒber ZeitrĂ€ume von zwei bis vier Wochen VerĂ€nderungen der erfassten Symptomwerte beschrieben. In der Fachliteratur wird zudem diskutiert, dass die traditionell mit Kamillentee assoziierten beruhigenden Eigenschaften unter anderem mit dessen Apigenin-Gehalt in Verbindung stehen.
Was genau macht Apigenin im Körper?
Apigenin kann die AktivitĂ€t bestimmter Neurotransmitter-Systeme modulieren (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin) und verfĂŒgt möglicherweise ĂŒber entzĂŒndungshemmende sowie antioxidative Eigenschaften. Es wird vermutet, dass Apigenin die AusschĂŒttung von Stresshormonen beeinflussen kann. Der Pflanzenstoff kann auch den BDNF-Spiegel (Brain-Derived Neurotrophic Factor) erhöhen â einen Wachstumsfaktor, der wichtig fĂŒr GedĂ€chtnis, Lernprozesse und Tiefschlaf ist. Niedrige BDNF-Spiegel werden mit Depressionen, Angst- und Schlafstörungen in Verbindung gebracht.
Apigenin und Cortisol
Apigenin kann den Cortisolspiegel beeinflussen und oxidativen Stress sowie EntzĂŒndungsmarker senken. Chronisch erhöhte Cortisolspiegel sind mit Dauerstress verbunden. Durch die Senkung von Stresshormonen und die Verbesserung der Stressresilienz kann Apigenin indirekt zu einer besseren Stressregulation beitragen.
Apigenin und NAD+ â Anti-Aging-Potenzial
Ein besonders spannendes Forschungsgebiet ist die Wirkung von Apigenin auf den NAD+-Stoffwechsel. NAD+ ist ein wichtiges Coenzym, das an der Energiegewinnung in den Mitochondrien beteiligt ist. Mit zunehmendem Alter sinkt der NAD-Spiegel, was zu MĂŒdigkeit und verminderter RegenerationsfĂ€higkeit fĂŒhren kann. Das Enzym CD38 verbraucht stĂ€ndig NAD+ und wird durch chronische EntzĂŒndungsprozesse (sogenanntes „Inflammaging“) hochreguliert. Apigenin kann CD38 hemmen â sowohl direkt als auch indirekt â und dadurch den NAD-Spiegel schĂŒtzen. In Tierstudien waren die NAD-Spiegel bei Apigenin-Gabe deutlich höher als in der Kontrollgruppe. Gleichzeitig aktiviert Apigenin Sirt3, ein Langlebigkeitsgen. Diese Eigenschaften machen Apigenin interessant fĂŒr Anti-Aging-AnsĂ€tze.
Was bringt Apigenin?
Menschen, die apigeninreiche Pflanzen wie Kamillentee verwenden, berichten hĂ€ufig von einer beruhigenden Wirkung, besserer Entspannung am Abend und UnterstĂŒtzung beim Einschlafen. Die Kombination aus Apigenin und anderen Pflanzenstoffen in Kamille kann bei stressbedingter nervöser Unruhe und leichten Verdauungsbeschwerden, die oft mit Stress einhergehen, hilfreich sein. DarĂŒber hinaus zeigen Studien, dass Apigenin das Darmmikrobiom verbessern kann â ein wichtiger Faktor sowohl fĂŒr die SchlafqualitĂ€t als auch fĂŒr den Alterungsprozess. Forscher konnten anti-parasitĂ€re, anti-fungale und anti-bakterielle Eigenschaften von Apigenin feststellen.
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Wann Apigenin nehmen?
Apigenin wird typischerweise ĂŒber natĂŒrliche Quellen wie Kamillentee oder als NahrungsergĂ€nzung aufgenommen. Die beste Zeit fĂŒr die Einnahme ist:
- Abends vor dem Schlafengehen: Kamillentee vor der Bettruhe kann das Einschlafen unterstĂŒtzen
- Bei akuter NervositĂ€t: TagsĂŒber bei stressbedingter Unruhe
- Nach stressigen Situationen: Als beruhigendes Ritual zur Entspannung
- Zu den Mahlzeiten: Bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln â die Aufnahme kann durch Nahrungsfette verbessert werden
Wieviel Apigenin pro Tag?
FĂŒr Apigenin existiert derzeit keine festgelegte oder standardisierte Tagesdosis. Die ĂŒbliche Aufnahme ĂŒber Lebensmittel und KrĂ€utertees wird in der Fachliteratur auf etwa 3â20 mg pro Tag geschĂ€tzt. Eine Tasse Kamillentee aus rund 1,5 g getrockneter Kamille kann dabei ungefĂ€hr 16,5 mg Apigenin enthalten.
Bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln, die Apigenin enthalten, finden sich hĂ€ufig Dosierungsangaben im Bereich von 50â100 mg. In klinischen Studien wurden teils deutlich höhere Mengen untersucht; dort kamen tĂ€gliche Dosen zwischen 220 und 1100 mg zum Einsatz, teilweise ĂŒber mehrere Wochen und mit schrittweiser Steigerung.
In Veröffentlichungen wird zudem beschrieben, dass die in Studien eingesetzten Tagesmengen teils auf mehrere Einnahmezeitpunkte verteilt wurden, um die Zufuhr ĂŒber den Tag zu strecken.
NatĂŒrliche Apigenin-Quellen â Lebensmittel im Vergleich
- Petersilie frisch: Die reichhaltigste Quelle mit 185-360 mg pro 100 g
- PetersilienblÀtter getrocknet: 24-27 mg pro 2 g (= 1 TL)
- KamillenblĂŒten getrocknet: 100 mg pro 2 g (= 1 TL)
- Kamillentee: 16,5 mg pro Tasse (aus 1,5 g BlĂŒten, 3 Min Ziehzeit)
- Sellerie frisch: 6 mg pro 100 g (Sellerieherz/innere StÀngel: 19 mg)
- Passionsblume: Als Tee oder Extrakt
- Oregano und Thymian: Als getrocknete KrÀuter in geringeren Mengen
Wieviel Kamillentee oder Petersilie sind nötig fĂŒr 100 mg Apigenin?
Um die in NahrungsergĂ€nzungsmitteln ĂŒbliche Tagesdosis von 100 mg zu erreichen, brĂ€uchtest du:
- Entweder: 6 Tassen Kamillentee
- Oder: 30-50 g frische Petersilie
- Oder: 4 TL getrocknete PetersilienblÀtter (am besten pulverisiert)
- Oder eine Kombination: z.B. 2 Tassen Kamillentee + 2 TL PetersilienblÀtter getrocknet + 20 g Petersilie frisch
BioverfĂŒgbarkeit â wichtig zu wissen
Apigenin kommt in Lebensmitteln hauptsĂ€chlich in glykosidischer Form vor (gebunden an ein ZuckermolekĂŒl). Es gibt zwei Formen: Apigenin-O-Glycosid (sehr gut bioverfĂŒgbar) und Apigenin-C-Glycosid (schlechter bioverfĂŒgbar). Petersilie, Sellerie und Kamille enthalten ĂŒberwiegend die gut bioverfĂŒgbare O-Form. Im Darm wird die Bindung durch Verdauungsenzyme gelöst, das Apigenin wird frei und kann resorbiert werden. Isoliertes Apigenin ist hingegen nicht so gut bioverfĂŒgbar, weshalb Pflanzenextrakte (z.B. Petersilienextrakt) mit genau angegebenem Apigeningehalt oft sinnvoller sind. Die Aufnahme verbessert sich, wenn Apigenin zusammen mit Nahrungsfetten eingenommen wird.
Anwendung und Darreichungsformen
- Als Kamillentee: Die traditionellste und schonendste Form. Ziehzeit mindestens 10 Minuten fĂŒr optimale Wirkstoffextraktion
- Als Extrakt in Kapseln: Konzentrierte Form aus Petersilien- oder Kamillenextrakt. Standardisierte Dosierung garantiert gleichbleibende Apigeninmenge
- Ăber die ErnĂ€hrung: RegelmĂ€Ăiger Verzehr von frischer oder getrockneter Petersilie, Sellerie und anderen apigeninhaltigen Lebensmitteln
- In Kombination mit anderen Beruhigungsmitteln: Oft zusammen mit Passionsblume, Baldrian oder Melisse fĂŒr synergistische Effekte
- ĂuĂerlich als Kamillenöl: Bei entzĂŒndlichen Schmerzen (z.B. Arthrose) â 3x tĂ€glich einmassieren
Apigenin â Kombinationen in der Forschung
In der wissenschaftlichen Literatur wird Apigenin in verschiedenen Forschungsbereichen untersucht. Dabei wird oft beschrieben, welche Kombinationen von Pflanzenstoffen in Studien verwendet wurden â ohne dass daraus Empfehlungen fĂŒr den Alltag abgeleitet werden.
- Forschung zu Krebs:
In einigen Studien wurden Apigenin und EGCG (ein Inhaltsstoff aus GrĂŒntee) gemeinsam untersucht. Die Studien betrachteten vor allem ZusammenhĂ€nge mit Darmkrebs. Mengen, die in Studien eingesetzt wurden, entsprechen rechnerisch zum Beispiel 2 g getrocknete PetersilienblĂ€tter und 1 Tasse Matcha-Tee. - Neurologische Forschung:
In Untersuchungen zu Erkrankungen des Nervensystems wurde Apigenin zusammen mit Pflanzenstoffen wie Silymarin, FerulasÀure und Gamma-Oryzanol betrachtet. Die Studien beschreiben, wie diese Kombinationen experimentell eingesetzt wurden. - Stoffwechsel- und Alterungsforschung:
Apigenin taucht in biochemischen Studien im Zusammenhang mit dem Enzym CD38 auf, das am NADâș-Stoffwechsel beteiligt ist. In diesem Forschungsbereich wird Apigenin gemeinsam mit Vorstufen von NADâș wie NMN oder NR untersucht.
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Wechselwirkungen und VorsichtsmaĂnahmen
Apigenin gilt allgemein als gut vertrÀglich, aber es gibt einige Punkte zu beachten:
- Kann die Wirkung von Beruhigungsmitteln und Schlafmitteln verstÀrken
- Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten, die ĂŒber bestimmte Leberenzyme (CYP450) abgebaut werden â Apigenin kann diese beeinflussen
- Bei Allergien gegen KorbblĂŒtler (Kamille gehört dazu) vorsichtig sein
- Aromatasehemmer/Phytoöstrogen-Wirkung: Apigenin kann einerseits östrogenĂ€hnlich wirken (schwĂ€cher als körpereigene Ăstrogene), andererseits als natĂŒrlicher Aromatasehemmer den Ăstrogenspiegel senken. Die Wirkung ist regulierend â senkt erhöhte Spiegel, kann aber auch leicht östrogenĂ€hnlich wirken. Bei hormonabhĂ€ngigen Erkrankungen (z.B. Brustkrebs) oder Hormontherapien vorher Ă€rztlich abklĂ€ren
- In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte hochdosiertes Apigenin vermieden werden â Kamillentee in ĂŒblichen Mengen gilt als sicher
- In Studien zeigten Dosierungen bis 100 mg pro Tag keine relevanten Nebenwirkungen, allenfalls leichte Magen-Darm-Beschwerden
Wissenschaftliche Einordnung
Apigenin wird in der Forschung aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht, unter anderem in Studien zu Alzheimer, Schlaf, Gelenken und psychischen Belastungen. Dabei kommen unterschiedliche Dosierungen und Formulierungen zum Einsatz, zum Beispiel Kamillenextrakte oder Apigenin-Kapseln.
- LĂ€ngere Einnahme von Apigenin ĂŒber mehrere Monate im Rahmen der Alzheimer-Forschung
- Verschiedene Dosierungen im Zusammenhang mit Schlafstudien
- Untersuchungen zu Gelenken, etwa Kniearthrose, mit Apigenin-haltigen PrÀparaten
- Studien im Bereich Angststörung und Depression, hÀufig in Kombination mit Kamillenextrakten
WÀhrend traditionelle Anwendungen und erste Studien auf beruhigende, angstlösende und neuroprotektive Eigenschaften hindeuten, sind weitere klinische Untersuchungen nötig, um die exakten Wirkungsmechanismen und optimale Dosierungen zu bestÀtigen. Apigenin kann als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur StressbewÀltigung und gesundem Altern sinnvoll sein, ersetzt aber keine professionelle Behandlung bei ernsthaften Angst-, Schlaf- oder neurologischen Störungen.
Praktischer Tipp
Apigenin ist ein pflanzlicher Inhaltsstoff, der vor allem in Kamille und Petersilie vorkommt. In Kamillentee hĂ€ngt der Apigenin-Gehalt von der Menge der BlĂŒten und der Ziehzeit ab; lĂ€ngeres Ziehen, zum Beispiel etwa 10 Minuten, sorgt dafĂŒr, dass sich mehr Inhaltsstoffe lösen. Frische Petersilie enthĂ€lt ebenfalls Apigenin, und ein bis drei Teelöffel gehackte Petersilie lassen sich leicht ĂŒber Salate, Smoothies oder warme Gerichte streuen. ZusĂ€tzlich ist Apigenin in standardisierten NahrungsergĂ€nzungsmitteln erhĂ€ltlich, bei denen die enthaltene Menge genau angegeben ist, da der Gehalt in Lebensmitteln schwanken kann. In der Forschung wird Apigenin in verschiedenen Kontexten untersucht, zum Beispiel in Kombination mit anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen oder in Studien zu unterschiedlichen physiologischen Prozessen.
Meine persönliche Erfahrung mit Apigenin

Als jemand, der sich intensiv mit pflanzlichen Wirkstoffen beschĂ€ftigt, fasziniert mich an Apigenin besonders die Verbindung von traditionellem Wissen und moderner Forschung. Kamillentee war fĂŒr mich lange Zeit einfach nur ein beruhigendes GetrĂ€nk â erst als ich die Wissenschaft hinter Apigenin verstanden habe, wurde mir klar, warum dieser jahrhundertealte Brauch so wirksam ist. Was mich ĂŒberzeugt: die Vielseitigkeit. WĂ€hrend viele Pflanzenstoffe nur einen Wirkbereich abdecken, scheint Apigenin mehrere Systeme gleichzeitig zu unterstĂŒtzen â vom Nervensystem ĂŒber den NAD-Stoffwechsel bis hin zum Mikrobiom. Besonders der CD38-hemmende Effekt und die damit verbundene NAD+-Schutzwirkung finde ich bemerkenswert, da dies einen direkten Anti-Aging-Ansatz darstellt. In meiner eigenen Routine hat sich bewĂ€hrt: Apigenin hochdosiert. Die Entspannung, die sich einstellt, ist spĂŒrbar, aber natĂŒrlich nie sedierend. Es ist eine sanfte UnterstĂŒtzung, die dem Körper hilft, zur Ruhe zu kommen, ohne ihn zu betĂ€uben. Apigenin ist ein Baustein in einem ganzheitlichen Ansatz. Die Kombination mit AtemĂŒbungen, Schlafhygiene und bewusster Lebensweise machen fĂŒr mich den Unterschied. FĂŒr Menschen, die nach natĂŒrlichen Alternativen zu synthetischen Beruhigungsmitteln suchen, kann Apigenin sicher ein wertvoller Begleiter sein.
Wann du zum Arzt solltest
So wertvoll Apigenin als natĂŒrliche UnterstĂŒtzung sein kann â es gibt klare Grenzen, bei denen professionelle medizinische Hilfe notwendig ist. Suche Ă€rztlichen Rat auf, wenn:
- Angst- oder Panikattacken deinen Alltag erheblich einschrĂ€nken â auch wenn Studien positive Effekte bei Angststörungen zeigen, ersetzt Apigenin keine professionelle Therapie bei schweren AngstzustĂ€nden
- Schlafstörungen lĂ€nger als 4 Wochen anhalten trotz Apigenin und verbesserter Schlafhygiene â chronische Schlafprobleme können Hinweise auf ernsthafte Erkrankungen sein
- Depressive Symptome auftreten wie anhaltende Hoffnungslosigkeit, Suizidgedanken, sozialer RĂŒckzug oder Antriebslosigkeit â Apigenin kann unterstĂŒtzend wirken, aber Depression braucht Ă€rztliche Behandlung
- Du bereits Medikamente nimmst, insbesondere Antidepressiva, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Hormontherapien oder Medikamente, die ĂŒber die Leber abgebaut werden â klĂ€re Wechselwirkungen vorher ab
- Du unter hormonabhĂ€ngigen Erkrankungen leidest (z.B. Brustkrebs, Prostatakrebs) â aufgrund der Aromatasehemmer/Phytoöstrogen-Wirkung sollte die Einnahme Ă€rztlich begleitet werden
- Neurologische Symptome auftreten wie GedĂ€chtnisprobleme, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen â auch wenn Apigenin in Alzheimer-Studien untersucht wird, brauchen solche Symptome medizinische AbklĂ€rung
- Du schwanger bist oder stillst â hochdosiertes Apigenin sollte in dieser Zeit vermieden werden, auch wenn Kamillentee in normalen Mengen als sicher gilt
- Allergische Reaktionen auftreten â besonders bei KorbblĂŒtler-Allergie solltest du vorsichtig sein
- Chronische Erschöpfung trotz aller MaĂnahmen anhĂ€lt â ein niedriger NAD-Spiegel kann viele Ursachen haben, die Ă€rztlich abgeklĂ€rt werden sollten
Wichtig: Apigenin ist eine wertvolle ErgĂ€nzung und kann bei leichten bis mittelschweren Beschwerden unterstĂŒtzend wirken. Bei ernsthaften oder anhaltenden Problemen ist es kein Ersatz fĂŒr professionelle Diagnostik und Behandlung. Im Idealfall arbeitest du mit deinem Arzt zusammen und nutzt Apigenin als natĂŒrlichen Baustein innerhalb eines therapeutischen Gesamtkonzepts. Setze niemals eigenmĂ€chtig verordnete Medikamente ab, um sie durch Apigenin zu ersetzen â besprich solche Ănderungen immer vorher mit deinem behandelnden Arzt.
FAQ â HĂ€ufige Fragen zu Apigenin
Was bewirkt Apigenin?
Apigenin ist ein Pflanzenstoff aus der Gruppe der Flavone. In der Forschung wird untersucht, wie Apigenin mit bestimmten Rezeptoren wie GABA-Rezeptoren im Gehirn interagieren könnte. Studien befassen sich auĂerdem mit möglichen ZusammenhĂ€ngen zwischen Apigenin und Stress, Angst, Schlaf, EntzĂŒndungsprozessen, oxidativem Stress, dem NAD+-Stoffwechsel, dem Darmmikrobiom sowie neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer. Wichtig: Apigenin ersetzt keine medizinische Behandlung bei ernsthaften Erkrankungen.
Welche Nebenwirkungen hat Apigenin?
Apigenin gilt als gut vertrĂ€glich, auch in höheren Dosierungen. In klinischen Studien mit Dosierungen bis 100âŻmg tĂ€glich (ĂŒber Kamillen- oder Petersilienextrakt) wurden keine relevanten Nebenwirkungen beobachtet. Vereinzelt können leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten, besonders bei höheren Dosierungen oder empfindlichen Personen. Bei Kamillen-basierten PrĂ€paraten können Menschen mit KorbblĂŒtler-Allergie allergische Reaktionen entwickeln (Hautausschlag, Juckreiz, selten Atembeschwerden).
Apigenin kann bestimmte Leberenzyme (CYP450) beeinflussen, was die Wirkung mancher Medikamente verĂ€ndern kann. Bei regelmĂ€Ăiger Medikamenteneinnahme sollte die Apigenin-Supplementierung vorher mit einem Arzt besprochen werden. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte hochdosiertes Apigenin nur nach Absprache mit medizinischem Fachpersonal verwendet werden.
Insgesamt ist Apigenin aus natĂŒrlichen Quellen wie Petersilie und Kamillentee gut vertrĂ€glich. Bei NahrungsergĂ€nzungsmitteln empfiehlt es sich, mit niedrigen Dosierungen zu beginnen und die persönliche VertrĂ€glichkeit zu beobachten.
Welche Lebensmittel enthalten Apigenin?
Die reichhaltigsten natĂŒrlichen Apigenin-Quellen sind Petersilie und Kamille. Frische Petersilie enthĂ€lt beeindruckende 185-360 mg Apigenin pro 100 g und ist damit die absolute Spitzenquelle. Getrocknete PetersilienblĂ€tter liefern etwa 24-27 mg pro Teelöffel (2 g). KamillenblĂŒten getrocknet enthalten rund 100 mg pro Teelöffel, wĂ€hrend eine Tasse Kamillentee (aus 1,5 g BlĂŒten, 3 Minuten Ziehzeit) etwa 16,5 mg Apigenin liefert. Sellerie ist eine weitere gute Quelle mit etwa 6 mg pro 100 g, wobei das Sellerieherz (die inneren StĂ€ngel) mit 19 mg deutlich mehr enthĂ€lt. Weitere apigeninhaltige Lebensmittel sind: Passionsblume (als Tee), Oregano und Thymian (getrocknet), Basilikum, Artischocken, Spinat und Brokkoli (in geringeren Mengen). Auch verschiedene Teesorten enthalten Apigenin: GrĂŒntee, Schwarztee, Rooibostee und Oolongtee â allerdings ĂŒberwiegend in der weniger gut bioverfĂŒgbaren C-Glycosid-Form und in geringeren Mengen. ZitrusfrĂŒchte und Getreide enthalten ebenfalls Apigenin, aber in so kleinen Mengen, dass sie als Quelle nicht relevant sind. Wichtig: Die Apigeninmengen in Lebensmitteln können schwanken je nach Anbaubedingungen, Sorte und Frische. FĂŒr eine therapeutische Anwendung mit garantierter Dosierung kann ein standardisiertes NahrungsergĂ€nzungsmittel sinnvoller sein.
Welche Wirkung hat Apigenin in Petersilie?
Apigenin ist ein pflanzlicher Inhaltsstoff, der unter anderem in frischer Petersilie, getrockneten PetersilienblĂ€ttern und anderen KrĂ€utern vorkommt. Petersilie enthĂ€lt besonders viel Apigenin: 100âŻg frische BlĂ€tter liefern etwa 185â360âŻmg, etwa das 30-fache von Sellerie. In Petersilie liegt Apigenin ĂŒberwiegend in der OâGlycosid-Form vor, die im Darm vom Körper aufgenommen werden kann. Bereits 30â50âŻg frische Petersilie oder etwa 4âŻTeelöffel getrocknete BlĂ€tter enthalten Mengen, die in NahrungsergĂ€nzungsmitteln hĂ€ufig vorkommen. Frisch gehackte Petersilie lĂ€sst sich einfach ĂŒber Salate, Smoothies oder warme Gerichte streuen, und Apigenin bleibt auch beim Kochen erhalten. Die Aufnahme kann durch die Kombination mit etwas Fett, zum Beispiel Olivenöl, unterstĂŒtzt werden. Petersilie enthĂ€lt zusĂ€tzlich weitere NĂ€hrstoffe wie VitaminâŻC, VitaminâŻK, Eisen und Ă€therische Ăle.
In der wissenschaftlichen Forschung wird Apigenin in verschiedenen Bereichen untersucht. Dazu gehören Studien in Bezug auf Nervensystem, Schlaf, Stress, Gelenke, Stoffwechsel und das Mikrobiom. In diesen Studien wird Apigenin oft in Kombination mit anderen Pflanzenstoffen betrachtet, wie zum Beispiel EGCG aus GrĂŒntee, Silymarin oder FerulasĂ€ure. Studien berichten ĂŒber die eingesetzten Dosierungen, Formulierungen und Studiendesigns, ohne dass daraus konkrete Empfehlungen fĂŒr die Anwendung im Alltag abgeleitet werden.
Studien-Quellen:
- Long-term Chamomile (Matricaria chamomilla L.) treatment for generalized anxiety disorder: A randomized clinical trial
- A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial of Oral Matricaria recutita (Chamomile) Extract Therapy of Generalized Anxiety Disorder
- Prospective cohort comparison of flavonoid treatment in patients with resected colorectal cancer to prevent recurrence
- Efficacy and Safety of Natural Apigenin Treatment for Alzheimer’s Disease
- Efficacy and safety of topical Matricaria chamomilla L. (chamomile) oil for knee osteoarthritis
- Flavonoid Apigenin Is an Inhibitor of the NAD+ase CD38: Implications for Cellular NAD+ Metabolism
- Neuroprotective and Neuroimmunomodulatory Effects of Apigenin
Hinweis: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschlieĂlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen nicht die professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Problemen solltest du immer einen qualifizierten Arzt oder Heilpraktiker konsultieren.


