Melatonin und Zirbeldrüse: Wirkung, Dosierung und das passende Präparat

Melatonin & Zirbeldrüse

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Melatonin und Zirbeldrüse: Wirkung, Dosierung und das passende Präparat

30 Sekunden Zusammenfassung

Die Zirbeldrüse ist ein winziges Organ mitten im Gehirn, das bei Dunkelheit das Hormon Melatonin bildet und dir damit signalisiert, dass die Nacht beginnt – umgangssprachlich wird Melatonin deshalb auch als „Schlafhormon“ bezeichnet, auch wenn es deine Schlafhygiene nicht ersetzt. In Deutschland dürfen freiverkäufliche Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin in der Regel bis zu 1 Milligramm pro Tagesdosis enthalten, und rechtlich zulässig sind laut EU-Verordnung nur zwei Aussagen: Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, und es kann das subjektive Jetlag-Gefühl lindern. Ob Spray, Kapsel, Schmelztablette oder Weichgummi für dich passt, hängt weniger von der Wirkung als von deinem Alltag ab: von der gewünschten Dosierung, davon, ob du Alkohol im Produkt vermeiden möchtest, und davon, wie du es unterwegs am liebsten anwendest. Wir stellen dir hier verschiedene Produkte vor.

Die Zirbeldrüse: Sie ist es, die entscheidet, wann dein Körper glaubt, dass Nacht ist, und genau dort entsteht auch das Hormon, um das sich in diesem Artikel alles dreht: Melatonin.

Wir wollen dir hier zwei Dinge gleichzeitig geben: ein wirklich verständliches Bild davon, wie Zirbeldrüse und Melatonin zusammenhängen – und eine ehrliche Orientierung, ob und welches Präparat für deine Situation sinnvoll sein könnte. Informationen, die du brauchst, um selbst zu entscheiden.

Welches Melatonin-Präparat passt zu dir?

Bevor wir über Zirbeldrüse und Biochemie sprechen, die Frage vorweg: Brauchst du ein Präparat? Nicht jede unruhige Nacht ist ein Melatoninproblem. Wenn dein Schlaf erst seit einer kurzen stressigen Phase leidet, hilft oft schon eine feste Abendroutine, weniger Bildschirmzeit oder Entspannungsübungen. Wenn du aber öfter mit Einschlafproblemen kämpfst, unter Jetlag leidest oder in Schichten arbeitest, kann Melatonin bei Einschlafproblemen ein sinnvoller, gut untersuchter Baustein sein.

Wenn du an diesem Punkt bist, lautet die eigentlich wichtige Frage nicht „Welches Melatonin ist das beste?“, sondern: Welches passt zu dir? Die Antwort hängt weniger von der Marke ab als von ziemlich konkreten, persönlichen Kriterien – und genau danach lohnt es sich zu sortieren, bevor du zwischen Melatonin Spray oder Kapseln überhaupt entscheidest.

→ Unseren vollständigen Leitfaden zur Nervensystem-Regulation findest du hier: Nervensystem beruhigen & unterstützen.

Das ist dir wichtig Das passt zu dir
Ein niedriger, vorsichtiger Einstieg Ein Produkt mit klar deklarierter, niedriger Tagesdosis, z. B. teilbare 0,5-mg-Kapseln
Melatonin Spray ohne Alkohol Kapseln, Tabletten oder ein ausdrücklich alkoholfreies Spray auf liposomaler Basis
Flexible Einnahme je nach Bedarf Ein Spray, bei dem du die Sprühstöße und damit die Dosis einfach variieren kannst
Unterwegs, ohne Wasser oder Verpackungsmüll Direktgranulat-Stix oder eine Schmelztablette, die einfach im Mund zergeht
Möglichst wenige Zusatzstoffe Ein Produkt mit kurzer, nachvollziehbarer Zutatenliste ohne z. B. Kräutermischungen

Weiter unten, im Abschnitt zum Markenüberblick und bei unseren Empfehlungen, ordnen wir dir konkrete Produkte genau diesen Bedürfnissen zu. Aber schauen wir uns vorher an, woher Melatonin eigentlich kommt.

Was ist die Zirbeldrüse und welche Rolle spielt sie?

Um zu verstehen, wofür Melatonin gut ist, lohnt sich ein Blick auf den Ort, an dem alles beginnt. Die Zirbeldrüse gehört zum endokrinen System – also zu den Organen, die Hormone bilden und darüber, oft unbemerkt, unzählige Prozesse in deinem Körper steuern. Sie ist winzig, aber ihre Aufgabe reicht bis in jeden einzelnen deiner Tage hinein.

Wo befindet sich die Zirbeldrüse?

Die Zirbeldrüse, medizinisch Glandula pinealis oder Epiphyse genannt, liegt fast genau in der Mitte deines Gehirns, im sogenannten Epithalamus – einem Teil des Zwischenhirns. Sie sitzt oberhalb der Vierhügelplatte, hinter dem dritten Hirnventrikel. Ihren Namen verdankt sie übrigens ihrer Form: Sie ähnelt einem kleinen Tannen- oder Kiefernzapfen, lateinisch „pinea“.

Von der Größe her ist sie fast schon rührend klein: Bei einem Erwachsenen misst sie etwa 5 bis 8 Millimeter und wiegt gerade einmal 100 bis 150 Milligramm – kaum mehr als eine Erbse. Trotzdem ist sie außergewöhnlich gut durchblutet, nur die Nieren werden im Körper noch stärker versorgt. Eine Besonderheit: Die Zirbeldrüse besitzt keine vollständige Blut-Hirn-Schranke. Botenstoffe können hier also besonders leicht ins Blut übertreten – praktisch für ein Organ, dessen einzige Aufgabe die Hormonabgabe ist.

Warum ist die Zirbeldrüse wichtig?

Man könnte die Zirbeldrüse als deine innere Schaltzentrale für den Tag-Nacht-Rhythmus bezeichnen. Sie selbst „sieht“ natürlich kein Licht, bekommt aber über die Netzhaut deiner Augen und einen Umweg über den sogenannten Nucleus suprachiasmaticus im Zwischenhirn zuverlässig mitgeteilt, ob es hell oder dunkel ist. Auf dieser Grundlage entscheidet sie, wann sie Melatonin ausschüttet – und wann nicht.

Ohne diese stille Steuerung im Hintergrund würde dein Körper nicht verlässlich wissen, wann Tag und wann Nacht ist. Das zeigt sich eindrücklich bei Menschen, die vollständig erblindet sind und keine Lichtreize mehr wahrnehmen können: Viele von ihnen entwickeln einen von der Außenwelt abgekoppelten Schlafrhythmus, der oft etwas länger als 24 Stunden dauert und sich Tag für Tag ein Stück verschiebt.

Welches Hormon bildet die Zirbeldrüse?

Die Zirbeldrüse produziert in erster Linie ein Hormon: Melatonin. Gebildet wird es von spezialisierten Zellen, den sogenannten Pinealozyten, die den Botenstoff Serotonin – bekannt vor allem als Stimmungsregulator – in mehreren Schritten in Melatonin umwandeln. Diese Umwandlung passiert vor allem im Dunkeln, weshalb die Melatoninproduktion nachts deutlich höher ausfällt als tagsüber.

Melatonin – das Schlafhormon der Zirbeldrüse

Melatonin – das Schlafhormon der Zirbeldrüse
Melatonin – das Schlafhormon der Zirbeldrüse

Melatonin wird umgangssprachlich gern als „Schlafhormon“ bezeichnet, weil es eng mit unserem Müdigkeitsgefühl verknüpft ist. Genauer betrachtet ist es ein Neurohormon, das nicht nur den Schlaf beeinflusst, sondern ganz grundsätzlich als Taktgeber für zeitabhängige Prozesse in deinem Körper dient.

Wann wird Melatonin ausgeschüttet?

Sobald es dunkel wird, beginnt die Zirbeldrüse, vermehrt Melatonin zu bilden und in den Blutkreislauf abzugeben. Die Konzentration steigt im Laufe des Abends an und erreicht ihren Höhepunkt meist zwischen zwei und vier Uhr nachts. Danach sinkt der Spiegel wieder, sodass er am Morgen, sobald Licht auf deine Augen trifft, seinen niedrigsten Stand erreicht.

Und genau hier liegt das eigentliche Problem mit künstlichem Licht: Schon vergleichsweise schwache Lichtquellen am Abend – vor allem das blaue Licht von Smartphones, Tablets und Bildschirmen – können die Melatoninausschüttung verzögern oder dämpfen. Dein Körper „glaubt“ dann, es sei noch nicht so spät, wie es tatsächlich ist. Kein Wunder also, dass so viele von uns abends im Bett noch hellwach durch den Feed scrollen.

Melatonin Zirbeldrüse Wirkung im Detail

Sobald Melatonin im Blut zirkuliert, bindet es an spezielle Rezeptoren im Gehirn. Dort bremst es die Aktivität von Nervenzellen, die dich eigentlich wach halten. Vereinfacht gesagt: Mehr Melatonin im Blut macht es dir leichter, einzuschlafen. Das heißt aber nicht, dass Melatonin allein für deinen Schlaf verantwortlich wäre – auch mit einem eher niedrigen Melatoninspiegel schlafen viele Menschen gut, denn Schlaf ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren: Stresslevel, Schlafhygiene, Bewegung und nicht zuletzt individuelle Veranlagung.

Wofür ist Melatonin gut? Die Wirkung im Körper und bei Stress

Wenn Menschen fragen, wofür Melatonin eigentlich gut ist, denken die meisten sofort an Schlaf. Zu Recht – das ist auch die bekannteste und am besten untersuchte Funktion, aber nicht die einzige.

Melatonin zum Schlafen

Die zentrale, wissenschaftlich am besten belegte Funktion von Melatonin ist die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Es signalisiert deinem Körper, dass der Tag zu Ende geht und die Erholungsphase beginnt. Genau darauf zielt auch die einzige wirklich belegte Aussage ab, die man über Melatonin treffen darf: Melatonin hilft, die Einschlafzeit zu verkürzen. Deshalb wird Melatonin gezielt eingesetzt, wenn der natürliche Rhythmus durcheinandergeraten ist – etwa bei Schichtarbeit, nach Zeitzonenwechseln oder wenn abendliches Bildschirmlicht die körpereigene Produktion ausbremst.

Wirkung auf den Schlaf-Wach-Rhythmus

Über den reinen Einschlafmoment hinaus wirkt Melatonin eher wie ein Zeitgeber für deine innere Uhr als ein klassisches Schlafmittel. Es hilft deinem Körper, Wach- und Ruhephasen sinnvoll zu verteilen. Es gibt außerdem erste Hinweise aus der Forschung, dass Melatonin antioxidative Eigenschaften besitzt und eine Rolle im Immunsystem spielen könnte.

Melatonin und Stress: Unterstützung in belastenden Phasen

Stress kann das Einschlafen erschweren: Der Körper ist müde, während die Gedanken weiterarbeiten und die Anspannung des Tages noch nicht nachlässt. Melatonin reduziert den Stress selbst nicht und behandelt auch nicht seine Ursache. Wenn eine stressige Phase jedoch vorübergehend deinen Schlaf-Wach-Rhythmus stört, kann Melatonin dabei helfen, deinem Körper das Signal für die beginnende Nacht zu geben und das Einschlafen zu unterstützen.

Das kann besonders dann hilfreich sein, wenn sich bereits ein ungünstiger Kreislauf entwickelt hat: Du schläfst schlecht, bist am nächsten Tag erschöpft und fühlst dich dadurch noch weniger belastbar. Melatonin kann in solchen Situationen eine zeitweise Unterstützung sein, damit das Einschlafen leichter fällt. Wichtig sind jedoch echte Erholung und eine gute Stressbewältigung bei stressbedingten Schlafproblemen.

Wenn Stress und Schlafprobleme über längere Zeit bestehen, solltest du natürlich auch die Ursachen anschauen und gegebenenfalls ärztlichen oder therapeutischen Rat einholen.

Melatoninmangel: Ursachen, Anzeichen und was du tun kannst

Ein Melatoninmangel entsteht selten „einfach so“. Meist stecken äußere Einflüsse dahinter, die die natürliche Produktion stören:

  • Zu viel künstliches Licht am Abend, insbesondere blaues Licht von Bildschirmen
  • Ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, etwa durch Schichtarbeit
  • Chronischer Stress, der über erhöhte Cortisolwerte die Melatoninbildung hemmen kann
  • Zunehmendes Alter – die körpereigene Melatoninproduktion nimmt im Laufe des Lebens natürlicherweise ab
  • Bestimmte Medikamente oder Vorerkrankungen

Typische Anzeichen, die mit einem gestörten Melatoninhaushalt in Verbindung gebracht werden, sind Einschlafprobleme, ein unregelmäßiger Schlafrhythmus oder das Gefühl, nachts einfach nicht richtig abschalten zu können. Solche Beschwerden können viele Ursachen haben, ein Melatoninmangel ist nur eine mögliche davon. Eine zuverlässige Diagnose kann letztlich nur ärztlich erfolgen, etwa über eine Schlafanamnese oder, in besonderen Fällen, über eine Messung der Hormonwerte.

Eine feste Schlafroutine, ein abgedunkeltes Schlafzimmer und weniger Bildschirmzeit am Abend können bereits viel bewirken – einfach, weil sie deiner Zirbeldrüse die richtigen Signale geben.

Melatonin Nebenwirkungen – was du wissen solltest

Auch wenn die Vorstellung eines rein natürlichen Schlafhormons besteht: Melatonin ist kein Mittel ohne jede Nebenwirkung. Ob Melatonin gesund ist, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. In den empfohlenen, niedrigen Mengen und bei kurzfristiger Anwendung gilt es für gesunde Erwachsene allgemein als gut verträglich – ein Nährstoff im klassischen Sinn ist es aber nicht, sondern ein Hormon, das gezielt und nicht dauerhaft eingesetzt werden sollte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in einer Stellungnahme aus dem Jahr 2024 auf mögliche Gesundheitsrisiken bei melatoninhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln hingewiesen.

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen laut BfR vor allem bei längerer Einnahme:

  • Tagesmüdigkeit
  • Verminderte Aufmerksamkeit
  • Verlängerte Reaktionszeiten
  • Kopfschmerzen
  • Blutdruckabfall
  • Niedrige Körpertemperatur
  • Albträume
  • Kraftlosigkeit und Gangunsicherheit

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Melatonin den Blutzuckerspiegel beeinflussen und möglicherweise langfristig das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen könnte. Das BfR rät insbesondere Schwangeren, Stillenden, Kindern, Jugendlichen sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen ausdrücklich von einer eigenständigen, unkontrollierten Einnahme ab. Nimmst du bereits Medikamente ein – etwa Blutverdünner, Mittel gegen Diabetes oder Immunsuppressiva – solltest du die Einnahme von Melatonin vorher mit Arzt oder Apotheker besprechen, da Wechselwirkungen möglich sind.

Zu viel Melatonin: mögliche Risiken

Wer deutlich mehr Melatonin einnimmt als empfohlen, riskiert vor allem eine Verstärkung der oben genannten Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, ausgeprägte Tagesmüdigkeit und Übelkeit werden am häufigsten beschrieben. In der Regel handelt es sich dabei nicht um lebensbedrohliche Zustände, angenehm sind sie trotzdem nicht. Kombiniere Melatonin außerdem nicht mit Alkohol oder anderen dämpfenden Mitteln, da sich die Wirkungen gegenseitig verstärken können. Halte dich grundsätzlich an die auf der Verpackung angegebene empfohlene Tagesmenge.

Melatonin und Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme – was ist wirklich dran?

Diese Frage taucht in Foren und Kommentarspalten immer wieder auf. Eine solide wissenschaftliche Grundlage dafür, dass Melatonin direkt zu Gewichtszunahme führt, gibt es aktuell nicht. Was allerdings bekannt ist: Schlechter oder unregelmäßiger Schlaf steht in einem nachgewiesenen Zusammenhang mit Gewichtsveränderungen, unter anderem weil Müdigkeit die Lust auf Bewegung senkt und den Appetit beeinflussen kann. Ob ein möglicher Zusammenhang zwischen Melatonineinnahme und Gewicht eher indirekt über den Schlaf oder über andere Mechanismen läuft, ist bislang nicht ausreichend erforscht.

Gleichzeitig gibt es Hinweise auf einen möglichen Einfluss von Melatonin auf die Gewichtsabnahme: Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse aus dem Jahr 2021 wertete 23 Studien aus. In 11 davon zeigten sich positive Veränderungen bei Körpergewicht, BMI oder Taillenumfang; in der zusammengefassten Auswertung war das Körpergewicht unter Melatonin niedriger als unter Placebo. Die Ergebnisse waren allerdings sehr uneinheitlich, und die Autoren betonen, dass weitere Studien nötig sind, bevor Melatonin zur Gewichtsabnahme empfohlen werden kann. Eine neuere Metaanalyse von 2024 fand dagegen keine signifikante Wirkung auf Körpergewicht, BMI oder Taillenumfang. Melatonin ist deshalb interessant für die Forschung, aber kein etabliertes Abnehmpräparat.

Wie viel Melatonin ist richtig? Dosierung im Überblick

Melatonin Dosierung
Melatonin Dosierung

Die Frage „Wieviel Melatonin?“ lässt sich nicht pauschal beantworten, denn Melatonin wirkt nicht bei jedem Menschen gleich. Entscheidend sind unter anderem der Grund für deine Schlafprobleme, der Einnahmezeitpunkt und die Darreichungsform. Bei frei verkäuflichen Präparaten solltest du dich grundsätzlich an die empfohlene Tagesdosis auf der Verpackung halten.

Viele Nahrungsergänzungsmittel enthalten 0,5 bis 1 Milligramm Melatonin pro empfohlener Tagesportion. Die 1-Milligramm-Menge ist auch deshalb häufig zu finden, weil für Lebensmittel mit dieser Menge die zugelassene Aussage verwendet werden darf, dass Melatonin dazu beiträgt, die Einschlafzeit zu verkürzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass 1 Milligramm eine allgemeine gesetzliche Höchstgrenze oder für jeden Menschen die optimale Dosis ist.

Bei Jetlag gelten andere Voraussetzungen: Für die zugelassene Aussage zur Linderung des subjektiven Jetlag-Gefühls sind mindestens 0,5 Milligramm pro Portion vorgesehen. Maßgeblich bleiben trotzdem die konkreten Produktangaben und der richtige Einnahmezeitpunkt.

Wenn du Melatonin regelmäßig brauchst, deutlich höher dosieren möchtest oder zusätzlich Medikamente einnimmst, solltest du vorher ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen.

Melatonin 2 mg, 5 mg oder hochdosiert – was ist sinnvoll?

Neben den klassischen 0,5- bis 1-mg-Produkten findest du im Handel auch höher dosierte Varianten, etwa mit 1,7 mg, 2 mg oder – vor allem bei Anbietern außerhalb der klassischen Apotheken-Marken – auch 5 mg und mehr. Manche dieser Produkte bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone, da sie über die von der Rechtsprechung als unbedenklich eingestufte 1-mg-Grenze hinausgehen. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie unsicher sind – es bedeutet aber, dass du hier besonders genau auf die Herstellerangaben achten und im Zweifel Rücksprache mit einer Apotheke halten solltest.

Als Faustregel gilt: Beginne mit der niedrigsten empfohlenen Dosierung und steigere sie, wenn es notwendig ist. Oft ist auch die konsequente, korrekte Anwendung entscheidend.

Melatonin zur Daueranwendung – ist das sicher?

Kurz gesagt: Melatonin-Nahrungsergänzungsmittel sind in erster Linie für eine kurzfristige Anwendung gedacht. Mehrere Hersteller empfehlen ausdrücklich, die Einnahme nicht länger als etwa drei Wochen am Stück fortzusetzen. Der Grund: Die Auswirkungen einer wirklich langfristigen, dauerhaften Einnahme sind wissenschaftlich noch nicht umfassend untersucht – gerade die oben genannten Nebenwirkungen wie Tagesmüdigkeit werden vor allem bei längerer Einnahme beschrieben.

Wenn du das Gefühl hast, dauerhaft auf Melatonin angewiesen zu sein, um einzuschlafen, ist das ein guter Anlass, die eigentliche Ursache deiner Schlafprobleme zu sprechen, statt das Präparat unbegrenzt weiter einzunehmen. Als Arzneimittel ist Melatonin in Deutschland übrigens auch verschreibungspflichtig erhältlich – zur vorübergehenden Behandlung von Schlafstörungen bei älteren Menschen sowie, in speziellen retardierten Formulierungen, bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung.

Natürliches Melatonin: In welchen Lebensmitteln steckt es?

Wer lieber ohne Präparat auskommen möchte, fragt sich vielleicht, ob sich der Melatoninspiegel auch über die Ernährung beeinflussen lässt.

Pistazien, Sauerkirschen & Co.

Einige Lebensmittel enthalten tatsächlich geringe Mengen an natürlichem Melatonin, allen voran Sauerkirschen beziehungsweise Sauerkirschsaft – hierzu gibt es die vergleichsweise beste Studienlage. Auch in Nüssen wie Walnüssen und Pistazien wurde Melatonin nachgewiesen. Die in unterschiedlichen Studien gemessenen Mengen schwanken teils erheblich, je nachdem, welche Analysemethode verwendet wurde. Verlasse dich deshalb nicht auf einzelne, sehr hohe Zahlenangaben, die manchmal kursieren – iss diese Lebensmittel gerne als Teil einer ausgewogenen Ernährung, aber erwarte davon keinen verlässlichen Effekt auf deinen Schlaf.

Daneben gibt es Lebensmittel, die reich an Tryptophan sind, der Vorstufe von Serotonin und damit indirekt auch von Melatonin. Dazu zählen etwa Haferflocken, Bananen, Nüsse und Hülsenfrüchte. Auch hier gilt: Eine ausgewogene Ernährung kann deinen Körper unterstützen, ein Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel mit konzentriertem Melatonin ersetzt sie aber nicht eins zu eins.

Wie wird Melatonin industriell hergestellt?

Heute wird das Melatonin, das in Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln steckt, praktisch ausschließlich synthetisch in Laboren hergestellt. Chemisch ist dieses synthetische Melatonin exakt identisch mit dem Molekül, das dein Körper selbst produziert. Daneben gibt es vereinzelt pflanzlich gewonnenes Melatonin, sogenanntes Phytomelatonin, das jedoch deutlich seltener und aufwendiger in der Herstellung ist.

Melatonin Spray oder Kapseln? Die Darreichungsformen im Überblick

Es kommt darauf an, was dir wichtiger ist – denn beide Darreichungsformen liefern letztlich denselben Wirkstoff. Ein Melatonin-Spray wird umgangssprachlich auch einfach als Schlafspray oder Einschlafspray bezeichnet und ist – ebenso wie die meisten Kapseln und Tabletten – sowohl in der Apotheke als auch in Drogeriemärkten und online erhältlich.

Kriterium Melatonin Spray Melatonin Tabletten / Kapseln
Dosierung Meist sehr fein über einzelne Sprühstöße steuerbar Dosis pro Tablette/Kapsel, nur teilweise teilbar
Aufnahme Wird teils über die Mundschleimhaut aufgenommen, auch von vielen als angenehm empfunden Klassische Tabletten werden geschluckt; Schmelztabletten zergehen im Mund
Handhabung unterwegs Kein Wasser nötig Wasser benötigt (Schmelztablette & Stix ohne Wasser)
Geschmack Häufig aromatisiert (z. B. Minze, Zitrone) Meist neutral oder leicht süß bei Schmelztabletten
Alkoholfrei? Nicht immer – viele Sprays enthalten Ethanol als Lösungsmittel, es gibt aber auch alkoholfreie Varianten (z. B. liposomal) In der Regel ja: Kapseln und Tabletten kommen meist ohne Alkohol aus

Suchst du gezielt ein Melatonin Spray ohne Alkohol, wirf einen Blick auf liposomale Sprays oder weiche gleich auf Kapseln, Schmelztabletten oder Stix aus – dort ist Ethanol so gut wie nie enthalten. Wenn du unterwegs bist oder Schwierigkeiten beim Schlucken von Tabletten hast, bleibt ein Spray trotzdem oft die komfortablere Wahl.

Melatonin Spray im Detail: Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen

Weil so viele Fragen speziell rund um das Melatonin-Einschlafspray auftauchen, gehen wir hier noch einmal gezielt darauf ein.

Richtige Anwendung und Einnahme

Die genaue Anwendung unterscheidet sich je nach Produkt leicht, das Grundprinzip ist aber bei den meisten Melatonin-Sprays gleich: Du sprühst die empfohlene Anzahl an Sprühstößen etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen direkt in den Mund, meist auf oder unter die Zunge. Vor Gebrauch solltest du die Flasche in der Regel schütteln. Wichtig: Halte dich an die auf der Verpackung angegebene Sprühstoß-Anzahl, denn die enthaltene Melatoninmenge pro Sprühstoß variiert von Produkt zu Produkt.

Wirkung von Melatonin Spray – bringt es wirklich was?

Für viele Menschen ja, aber nicht für jeden gleich stark. Am besten belegt ist die Wirkung bei Schlafproblemen, die mit einem gestörten Tag-Nacht-Rhythmus zusammenhängen – etwa bei Jetlag oder Schichtarbeit. Bei klassischen, langjährigen Einschlafstörungen ohne erkennbaren äußeren Auslöser ist die Studienlage gemischter, und Melatonin wirkt hier nicht bei allen Betroffenen gleich zuverlässig. Es ist eher ein Baustein, der deinem Körper das richtige Signal gibt – am wirksamsten in Kombination mit einer guten Schlafhygiene. Das deckt sich auch mit den Erfahrungen vieler Nutzerinnen und Nutzer, die online sehr unterschiedlich ausfallen.

Ob ein Melatonin-Präparat hilft, hängt dabei nicht nur von der Darreichungsform ab. Auch die Dosierung, der Einnahmezeitpunkt und die Ursache der Schlafprobleme spielen eine wichtige Rolle. Eine zu niedrige Dosis kann möglicherweise keinen ausreichenden Effekt haben, während eine unnötig hohe Dosis nicht automatisch besser wirkt und eher Nebenwirkungen wie Tagesmüdigkeit begünstigen kann. Entscheidend ist deshalb, die empfohlene Dosis für dich zu finden und Melatonin zum passenden Zeitpunkt einzunehmen.

Die Studienlage bezieht sich vor allem auf das Einschlafen, also die Zeit bis zum ersten Wegdämmern. Ob Melatonin auch beim Durchschlafen hilft, also nachts seltener aufzuwachen, ist deutlich weniger gut untersucht – hier wirken retardierte, langsam freigesetzte Formen tendenziell gezielter. Passende Produkte stellen wir dir weiter unten vor.

Nebenwirkungen von Melatonin-Spray

Die möglichen Nebenwirkungen von Melatonin-Spray entsprechen im Wesentlichen denen von Melatonin allgemein, die wir weiter oben ausführlich beschrieben haben: Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, in Einzelfällen Übelkeit oder eine abführende Wirkung bei übermäßigem Verzehr. Da viele Sprays zusätzlich Ethanol enthalten, teils bis zu 10 Volumenprozent, solltest du bei einer Alkoholunverträglichkeit oder während der Schwangerschaft besonders genau auf die Zutatenliste achten und im Zweifel auf eine alkoholfreie Alternative ausweichen.

Ab welchem Alter ist Melatonin Spray geeignet?

Die meisten frei verkäuflichen Melatonin-Sprays sind ausdrücklich nur für Erwachsene konzipiert, manche Weichgummi-Produkte werben mit einer Eignung ab 12 Jahren. Für Kinder und Jugendliche gilt grundsätzlich: Eine eigenständige Anwendung ohne ärztliche Rücksprache ist nicht empfehlenswert. Die Verbraucherzentrale Hessen hat zudem kritisch angemerkt, dass melatoninhaltige Produkte in Form von süß schmeckenden Fruchtgummis von Kindern leicht mit gewöhnlichen Süßigkeiten verwechselt werden könnten – bewahre solche Produkte deshalb grundsätzlich kindersicher und außerhalb der Reichweite von Kindern auf, unabhängig vom Mindestalter auf der Packung.

Melatonin Spray & Tabletten: Welche Marke bietet was?

Melatonin Spray & Tabletten
Melatonin Spray & Tabletten

Damit du dir ein konkretes Bild machen kannst, haben wir die bekanntesten in Deutschland erhältlichen Melatonin-Präparate für dich zusammengestellt. Alle Angaben beziehen sich auf die Herstellerinformationen zum Zeitpunkt der Recherche – schau vor dem Kauf sicherheitshalber noch einmal auf die aktuelle Verpackung, da sich Rezepturen ändern können.

Dr. Theiss Melatonin Einschlafspray & Schmelztablette

Das Dr. Theiss Melatonin Einschlaf-Spray liefert bei zwei Sprühstößen 1 mg Melatonin und ist zusätzlich mit Passionsblumenextrakt kombiniert, dazu kommt ein Zitronen-Minz-Geschmack. Es enthält rund 10 Prozent Ethanol. Die Variante „Einschlaf-Spray Plus“ liefert die gleiche Menge Melatonin über vier Sprühstöße, dafür ergänzt um Hopfen- und Baldrianextrakt sowie einen Johannisbeer-Geschmack. Daneben bietet Dr. Theiss auch Schmelztabletten sowie Ein- und Durchschlaf-Tabletten an – eine gute Option, wenn du lieber auf Alkohol im Produkt verzichten möchtest. Wie bei allen Melatonin-Sprays gelten auch beim Dr.-Theiss-Spray die weiter oben beschriebenen möglichen Nebenwirkungen sowie die Altersempfehlung ab 18 Jahren; eigene, produktspezifische Zusatz-Risiken über die allgemeinen Melatonin- und Ethanol-Hinweise hinaus sind uns nicht bekannt.

Doppelherz Melatonin Spray

Das Doppelherz Melatonin Spray liefert 0,5 mg Melatonin pro Sprühstoß, zwei Sprühstöße ergeben die empfohlene Tagesdosis von 1 mg. Es hat einen Pfefferminzgeschmack, enthält ebenfalls Ethanol als Lösungsmittel (rund 1 Prozent) sowie Sojalecithin als Emulgator – bei einer Soja-Allergie solltest du das beachten. Die vollständige Zutatenliste ist mit rund 13 Bestandteilen (u. a. Süßstoff Sucralose, Farbstoff Riboflavin-5′-phosphat, Konservierungsstoff sowie Eukalyptus-, Kiefernnadel- und Thymianöl) tatsächlich eher länger als bei anderen Sprays – kurz ist sie nur im Vergleich zu Produkten mit zusätzlichen Kräutermischungen wie Baldrian oder Hopfen. Der Hersteller empfiehlt, die Anwendung auf maximal drei Wochen zu begrenzen, und weist ausdrücklich darauf hin, dass Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende sowie Menschen mit Leber-, Nieren- oder Autoimmunerkrankungen das Produkt nicht anwenden sollten.

Hoggar Melatonin

Unter der Marke Hoggar gibt es mittlerweile eine eigene Melatonin-Reihe, die vom klassischen „Hoggar Night“ – das auf dem Wirkstoff Doxylamin basiert und ein anderes Präparat ist – zu unterscheiden ist. Die Hoggar Melatonin DUO Kapseln setzten auf eine Zwei-Phasen-Kapsel mit Lavendelöl in der äußeren und Melatonin, Passionsblumenextrakt sowie Vitamin B6 in der inneren Kapselschicht. Auch ein Hoggar-Spray mit 1 mg Melatonin pro Sprühstoß (2 Sprühstöße) ist erhältlich – es ist laut Hersteller vegan, enthält aber Sojalecithin als Emulgator sowie rund 1 Prozent Alkohol.

Cefanight

Cefanight ist ausschließlich über Apotheken erhältlich und bietet die größte Produktvielfalt im Überblick: Die klassischen Kapseln liefern 0,5 mg Melatonin pro Kapsel, sodass du mit ein bis zwei Kapseln flexibel zwischen 0,5 und 1 mg dosieren kannst – ideal, wenn dir eine feinjustierbare Dosierung wichtig ist. Daneben gibt es praktische Stix (ein Direktgranulat ohne Flüssigkeit, mit 1 mg) sowie eine „intens“-Variante mit 2 mg Melatonin als Stix oder Kapsel. Das Cefanight-Spray liefert 1 mg pro Sprühstoß und nutzt eine liposomale Formulierung auf Basis von Soja-Phospholipiden (8,3 %), bei der das Melatonin von kleinen Fettkügelchen umhüllt wird – dadurch kommt das Produkt vollständig ohne Alkohol aus. Bei einer Soja-Allergie solltest du das berücksichtigen. Alle Cefanight-Produkte sind laut Hersteller zu 100 % vegan, glutenfrei und ohne Gelatine.

Cefanight Kapseln 0,5 mg* oder Cefanight Kapseln intens 2 mg*
Cefanight Stix 1 mg* oder Cefanight Stix intens 2 mg*
Cefanight Spray, liposomal*

Vitalized Melatonin+ Liposomal (Life Extension Europe)

Eine Sonderrolle im Überblick nimmt das Vitalized Melatonin+ Liposomal-Spray ein, das über den europäischen Nahrungsergänzungsmittel-Anbieter Life Extension Europe erhältlich ist. Es liefert 0,5 mg Melatonin pro Sprühstoß: Wer die häufig empfohlene 1-mg-Tagesdosis möchte, braucht also zwei Sprühstöße, was die Flasche mit 200 Sprühstößen auf rund 100 volle Tagesdosen bringt. Ergänzt wird die Formel um 1,25 mg Zitronenmelissenextrakt, ein Kraut, dem traditionell eine beruhigende Wirkung nachgesagt wird. Die Zutatenliste umfasst acht Bestandteile: Wasser, Glycerin, Sonnenblumenöl, Sojalecithin als Emulgator, Zitronenmelissenextrakt, Orangenschalenöl als Aroma, Melatonin sowie tocopherolhaltige Extrakte als Antioxidationsmittel. Damit gehört Vitalized zu den liposomalen Sprays mit der kürzesten Zutatenliste – kürzer ist unter allen verglichenen Produkten nur die Cefanight Kapsel (4 Zutaten), die allerdings nicht liposomal formuliert ist. Positiv fällt außerdem auf: Das Spray kommt vollständig ohne Alkohol, Konservierungsstoffe sowie künstliche Farb- oder Süßstoffe aus und ist zudem vegan, gentechnikfrei und glutenfrei. Bei einer Soja-Allergie solltest du wegen des enthaltenen Sojalecithins allerdings aufpassen.

Der Hersteller setzt auf eine liposomale Formulierung unter der Marke „TINYsphere®“, bei der Melatonin in winzige Fettkügelchen eingeschlossen wird. Laut Herstellerangaben soll das die Aufnahme gegenüber klassischen Tabletten beschleunigen und die Wirkung schon nach wenigen Minuten statt erst nach 30 bis 60 Minuten einsetzen lassen. Das liposomale Wirkprinzip an sich ist ein etabliertes, anerkanntes Verfahren, um empfindliche Stoffe besser aufnehmbar zu machen, und wird auch bei anderen Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.

Wick ZzzQuil Gute Nacht

Auch wenn der Name das nicht sofort vermuten lässt: Die deutsche „Wick ZzzQuil Gute Nacht“-Reihe basiert tatsächlich auf Melatonin und nicht, wie manche vielleicht vom US-amerikanischen Originalprodukt erwarten, auf dem Wirkstoff Diphenhydramin. Die Weichgummis liefern 1 mg Melatonin pro Stück, ergänzt um Kamillen-, Lavendel- und Baldrianextrakt sowie Vitamin B6, und sind laut Hersteller ab 12 Jahren geeignet. Sie enthalten Gelatine vom Rind und sind damit weder vegan noch vegetarisch. Es gibt außerdem eine „Intens“-Variante mit 1,7 mg sowie ein Spray, das je nach Sprühstoß-Anzahl 1 bis 1,5 mg Melatonin liefert. Da es fruchtig schmeckende Gummibonbons sind, die leicht mit gewöhnlichen Süßigkeiten verwechselt und dadurch besonders für kleine Kinder riskant werden können: Bewahre sie konsequent kindersicher auf.

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Welches Melatonin ist das beste? Unsere Kaufkriterien

„Welches Melatonin ist das beste?“ ist wahrscheinlich die Frage, die dich hierher geführt hat – und die ehrlichste Antwort ist: Es gibt nicht das eine beste Präparat, sondern das, das am besten zu dir passt. Ein gutes Melatonin-Spray oder -Präparat erkennst du aber unabhängig von der Marke an denselben Merkmalen. Diese Kriterien helfen dir bei der Auswahl:

  • Dosierung passend zur Empfehlung: Für den Einstieg sind Präparate mit rund 0,5 bis 1 mg Melatonin pro Tagesdosis eine gute, gut untersuchte Ausgangsbasis.
  • Möglichst wenig unnötige Zusatzstoffe: Achte auf die Zutatenliste – je kürzer und nachvollziehbarer, desto besser, besonders wenn du zu Unverträglichkeiten neigst.
  • Transparente Herstellerangaben: Seriöse Anbieter nennen exakt, wie viel Milligramm Melatonin pro Sprühstoß, Kapsel oder Tablette enthalten sind.
  • Darreichungsform nach deinem Alltag: Spray, Kapsel oder Schmelztablette – wähle, was du wirklich zuverlässig anwenden wirst.

Unsere Empfehlungen – je nachdem, was dir wichtig ist

Statt dir ein einzelnes Produkt als pauschal „bestes Melatonin“ zu präsentieren, haben wir hier die besten vorgestellten Produkte mit ihren wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick zusammengefasst. So siehst du direkt, welches Produkt zu deinen Prioritäten passt.

Produkt
(Melatonin in mg pro Stück / Sprühstoß)
Alkoholfrei Liposomal Vegan Ohne künstliche Farbstoffe,
zugesetzten Zucker,
Konservierungsstoffe
Zutatenanzahl
Vitalized Melatonin+ Liposomal Spray 0,5 mg* ✔ (enthält Soja) 8
Cefanight Spray 1 mg* ✔ (enthält Soja) ✗ – Kaliumsorbat 8
Cefanight Kapseln 0,5 mg* / Kapseln intens 2 mg* 4 / 4–5
Cefanight Stix 1 mg* / Stix intens 2 mg* 9 / 8
Dr. Theiss Melatonin Schmelztabletten 1 mg* 6
Dr. Theiss Ein- und Durchschlaf-Tabletten 1,5 mg* 13
Wick ZzzQuil Gute Nacht Spray 0,25 mg* ✗ – Kaliumsorbat 9
Hoggar Melatonin DUO Kapseln 1 mg* ✗ – Fischgelatine 9
Dr. Theiss Einschlaf-Spray 0,5 mg* / Einschlaf-Spray Plus 0,25 mg* ✗ – Ethanol ✗ – Kaliumsorbat 9 / 10
Hoggar Melatonin Spray 0,5 mg* ✗ – ca. 1 % Alkohol ✗ – Kaliumsorbat, Sucralose 13
Wick ZzzQuil Gute Nacht Weichgummies 1 mg* / Intens 1,7 mg* ✗ – Rindergelatine ✗ – Zucker, Glukosesirup 14 / 14
Doppelherz Melatonin Spray 0,5 mg* ✗ – ca. 1 % Ethanol ✗ – Farbstoff, Süßstoff, Kaliumsorbat 13

Bestes Melatonin ohne Zusatzstoffe (liposomal)

Ganz ohne jeden Zusatzstoff kommt praktisch kein Fertigprodukt aus – Trägerstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksgeber sind aus technischen Gründen meist notwendig. „Ohne Zusatzstoffe“ bedeutet in der Praxis daher eher: ohne künstliche Farb- und Aromastoffe, ohne unnötigen Zucker und mit einer möglichst kurzen, nachvollziehbaren Zutatenliste.

Ein Produkt, das diese Kriterien im Vergleich besonders gut erfüllt, ist das Vitalized Melatonin+ Liposomal: Die Zutatenliste kommt mit acht Bestandteilen aus und verzichtet vollständig auf Konservierungsstoffe, künstliche Farb- oder Süßstoffe sowie Alkohol. Zusätzlich ist es liposomal, vegan, gentechnikfrei und glutenfrei.

🌙 Heute Abend besser schlafen – mit einem liposomales Spray

Unsere #1-Empfehlung Vitalized Melatonin + Liposomal

✅ Melatonin + Melisse, liposomal formuliert für schnelle Aufnahme. Praktisch als Spray – auch bei Jetlag.

✔ Kurze, nachvollziehbare Zutatenliste
✔ Alkoholfrei
✔ Ohne Konservierungsstoffe, künstliche Farb- oder Süßstoffe
✔ Vegan, gentechnikfrei, glutenfrei
✔ Praktisch für unterwegs
✔ Flexible Dosierung mit 0,5 mg Melatonin pro Sprühstoß

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Fazit: Wann Melatonin für dich sinnvoll sein kann

Besonders interessant wird Melatonin, wenn dein Schlaf-Wach-Rhythmus vorübergehend aus dem Takt geraten ist: durch Jetlag, Schichtarbeit oder eine ungewöhnlich stressige Phase, in der die Gedanken abends einfach nicht zur Ruhe kommen wollen.

Genau das ist bei Stress oft das eigentliche Problem: Du bist müde, aber im Kopf läuft der Tag weiter – die nächste Deadline, das schwierige Gespräch, die Frage, wie sich gerade alles ausgehen soll. Biologisch hängt das auch mit dem Zusammenspiel zweier Hormone zusammen: Cortisol, das dich eigentlich morgens wach machen soll, und Melatonin, das abends übernehmen soll. Bleibt dein Cortisolspiegel durch Stress auch abends erhöht, kann das die körpereigene Melatoninausschüttung ausbremsen – genau in dem Moment, in dem sie eigentlich hochfahren sollte. Dein Körper bekommt dann ein widersprüchliches Signal: erschöpft, aber alarmbereit. Ein passendes Melatonin-Präparat kann in einer solchen vorübergehenden Situation eine unterstützende Möglichkeit sein, dieses fehlende Signal zu ergänzen und die Einschlafzeit zu verkürzen. Was es nicht tut: die Stressursache selbst behandeln. Es ersetzt keine Erholung, keine Stressbewältigung und keine ärztliche Abklärung, wenn Schlafprobleme länger anhalten.

Ob Melatonin für dich passt, hängt deshalb weniger von der Marke ab als von drei Fragen: Warum schläfst du gerade schlecht ein, wie lange besteht das schon, und welches Präparat kannst du zuverlässig in deinen Alltag einbauen?

Meine persönliche Erfahrung mit Melatonin

Ich erinnere mich noch an den Abend, an dem ich Melatonin ausprobiert habe. Mehrere besonders vollgepackte Wochen lag hinter mir und ich lag Nächte hintereinander wach, obwohl ich erschöpft und müde war. Zwei Sprühstöße, warten, und dann war es wie ein sanftes Absinken: Die Gedanken wurden leiser, der Körper spürbar schwerer, und ich bin endlich schneller eingeschlafen als sonst.

Am nächsten Morgen war es angenehm: keine Benommenheit, kein dumpfes Gefühl, das ich von anderen Einschlafhilfen kannte, ein normales, erholtes Aufwachen. Genau das hat mich überzeugt, und seitdem gehört Melatonin für mich zu den Abenden, an denen ich merke, dass mein Kopf einfach nicht von allein zur Ruhe kommt. Besonders Spray hat sich für mich bewährt, weil ich die Dosierung genau nach Gefühl anpassen kann und weil es unterwegs im Koffer genauso praktisch ist wie zu Hause im Nachtschrank.

Was ich für mich mitgenommen habe: Melatonin wirkt bei mir am besten, wenn ich es konsequent etwa 60 Minuten oder sogar etwas länger vor dem Zubettgehen nehme, statt erst, wenn ich schon eine Stunde wach im Bett liege. Man muss also etwas vorausschauend sein mit dem Mittel. Ich weiß, dass Wirkung und Erfahrung von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind – für mich ist Melatonin inzwischen ein fester, verlässlicher Teil meiner Abendroutine geworden in den Wochen, in denen der Kopf abends einfach nicht von selbst abschalten will. Denn ohne nächtliche Erholung zieht sich die Erschöpfung immer weiter in die nächsten Tage.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Wirkung hat Melatonin aus der Zirbeldrüse?

Melatonin aus der Zirbeldrüse signalisiert deinem Körper, dass es Nacht ist. Es bindet an Rezeptoren im Gehirn, dämpft wachhaltende Nervenzellen und trägt so dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen.

Wie wirkt Melatonin zum Schlafen?

Melatonin macht dich nicht im medizinischen Sinne „bewusstlos müde“, sondern signalisiert deinem Körper den Beginn der Ruhephase. In Kombination mit Dunkelheit und einer festen Schlafroutine kann es das Einschlafen erleichtern.

Wann wird Melatonin ausgeschüttet?

Die Ausschüttung beginnt mit Einsetzen der Dunkelheit, steigt im Laufe des Abends an und erreicht ihren Höhepunkt meist zwischen zwei und vier Uhr nachts, bevor sie zum Morgen hin wieder abfällt.

Wo befindet sich die Zirbeldrüse?

Die Zirbeldrüse liegt fast genau in der Mitte des Gehirns, im Epithalamus, einem Teil des Zwischenhirns, oberhalb der Vierhügelplatte.

Warum ist die Zirbeldrüse wichtig?

Sie ist die zentrale Produktionsstätte von Melatonin und damit maßgeblich für die Steuerung deines Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich – sie „übersetzt“ Hell-Dunkel-Signale in hormonelle Botschaften für deinen Körper.

Wie wirkt Melatonin allgemein im Körper?

Neben der schlafregulierenden Wirkung wird Melatonin eine gewisse antioxidative Funktion sowie ein möglicher Einfluss auf das Immunsystem zugeschrieben. Diese Wirkungen sind aber deutlich weniger gut belegt als die Wirkung auf den Schlaf.

Welches Hormon bildet die Zirbeldrüse?

Die Zirbeldrüse bildet vor allem Melatonin, hergestellt durch spezialisierte Zellen (Pinealozyten) aus dem Botenstoff Serotonin.

Wie wirkt Melatonin auf den Schlaf konkret?

Melatonin verkürzt nachweislich die Einschlafzeit und kann helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu synchronisieren – etwa nach einem Zeitzonenwechsel. Es ersetzt jedoch keine gesunde Schlafhygiene und wirkt nicht bei jeder Form von Schlafstörung gleich gut.

Was passiert bei der Melatoninausschüttung?

Bei Dunkelheit erhält die Zirbeldrüse über die Netzhaut und den Nucleus suprachiasmaticus im Zwischenhirn das Signal, Melatonin zu produzieren und ins Blut abzugeben. Dieser Prozess wird durch Licht, insbesondere blaues Licht am Abend, gehemmt.

Welche Wirkung hat die Melatoninausschüttung auf mich?

Eine natürliche, ungestörte Melatoninausschüttung unterstützt einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus. Ist sie gestört, etwa durch Bildschirmlicht am Abend oder unregelmäßige Schlafzeiten, kann das Einschlafen schwerer fallen.

Quellen

Hinweis:

Die Zuordnung melatoninhaltiger Produkte als Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel ist in Deutschland rechtlich komplex. Die häufig genannte Menge von 1 mg ist keine allgemeine gesetzliche Höchstgrenze. Sie spielt vor allem bei der zugelassenen gesundheitsbezogenen Aussage zur Verkürzung der Einschlafzeit eine Rolle.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden, Vorerkrankungen, in der Schwangerschaft/Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprich vor Beginn einer Supplementierung mit deinem Arzt oder Apotheker.

Bild von Carla Thiede
Carla Thiede

Autorin im Cura Via Redaktionsteam

Carla Thiede ist geprüfte Heilpraktikerin mit Schwerpunkt auf chronische Erschöpfung und Stressprävention und interessiert sich seit vielen Jahren für sanfte Heilmethoden, natürliche Hausmittel und ganzheitliches Wohlbefinden. Sie teilt praxisnahe Tipps aus eigener Erfahrung und recherchiert sorgfältig in Fachliteratur, Studien und Expertenartikeln, um ihre Leserinnen und Leser bestmöglich zu informieren.

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