Panikattacke: Soforthilfe-Übungen & Tipps zur Prävention

Panikattacken was tun: Angstattacke beim Schlafen, bei Stress, in der Nacht und ohne Grund?

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Panikattacke: Soforthilfe-Übungen & Tipps zur Prävention.

30-Sekunden-Zusammenfassung

Panik- und Angstgefühle können jederzeit auftreten, z. B. beim Schlafen, unter Stress oder scheinbar grundlos. Akut können Atemübungen (Bauchatmung, 4‑7‑8-Technik), die 5‑4‑3‑2‑1-Erdungsmethode, progressive Muskelentspannung, kalte Reize, Visualisierung und sanfte Bewegung einen Beitrag leisten, um zur Ruhe zu kommen und den Parasympathikus zu aktivieren. Nächtliche Episoden lassen sich durch Orientierung im Raum, Schlafhygiene, ruhige Rituale und Entspannungstechniken begleiten. Langfristig können Stressmanagement, regelmäßiger Schlaf, Bewegung, Achtsamkeit und gegebenenfalls pflanzliche oder Aminosäuren-Supplements (z. B. GABA, L-Theanin, Glycin, Taurin) das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Bei häufigen oder intensiven Episoden ist professionelle Begleitung wichtig.

Wann du sofort medizinische Hilfe brauchst

Rufe den Notruf 112 oder fahre zur Notaufnahme, wenn du folgende Anzeichen bei dir oder anderen bemerkst:

  • Neue, starke Brustschmerzen oder Druckgefühl in der Brust – besonders wenn sie ausstrahlen
  • Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühle auf einer Körperseite
  • Sprachstörungen, undeutliches Sprechen oder Verwirrtheit
  • Kollaps, Bewusstlosigkeit oder sehr starker Schwindel mit Sturz
  • Akute Gedanken, dir selbst schaden zu wollen
  • Schwere Atemnot, die nicht durch Beruhigung besser wird

Wann du zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Begleitung brauchst (innerhalb weniger Tage):

  • Wiederkehrende intensive Angstepisoden (mehrmals pro Woche oder Monat)
  • Du entwickelst starkes Vermeidungsverhalten (z. B. Orte, Situationen, öffentliche Verkehrsmittel meiden)
  • Dein Alltag ist erheblich beeinträchtigt (Arbeit, soziale Kontakte, Lebensqualität leiden)
  • Die Sorge vor der nächsten Episode bestimmt deinen Tag
  • Du nutzt Alkohol, Substanzen oder andere Hilfsmittel, um mit intensiven Gefühlen umzugehen

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und Orientierung. Er kann dir helfen, Angstepisoden besser zu verstehen und erste Selbsthilfe-Strategien kennenzulernen. Er ersetzt jedoch keine professionelle Beratung oder Begleitung durch Ärzte oder Psychotherapeuten. Bei wiederkehrenden Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.

Soforthilfe bei intensiven Angstgefühlen: Deine 5 wichtigsten Schritte in den ersten Minuten

Wenn die intensive Angstwelle gerade passiert, brauchst du schnelle, klare Orientierung. Hier sind 5 Ansätze auf einen Blick:

  1. 4-7-8-Atemübung: Einatmen, halten, ausatmen – mehrmals wiederholen
  2. 5-4-3-2-1-Erdung: 5 Dinge finden, die du siehst; 4 hören; 3 spüren; 2 riechen; 1 schmecken
  3. Kältereiz: Kaltes Wasser übers Gesicht oder Eiswürfel in die Hände
  4. Progressive Muskelentspannung: Fäuste anspannen, dann entspannen
  5. Mantra wiederholen: „Das geht vorbei. Ich bin sicher. Es sind nur Gefühle.“

Diese Übungen können den Parasympathikus aktivieren und einen Beitrag zur Beruhigung des Nervensystems leisten.

→ Details zu jeder Übung, weitere Techniken und langfristige Strategien findest du weiter unten im Artikel.

Was Ärzte bei wiederkehrenden Angstepisoden empfehlen

Professionelle Begleitung bei Angstthemen:

In den medizinischen Leitlinien gilt die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) mit Expositionsverfahren als etablierter Ansatz bei wiederkehrenden Angstepisoden. Diese Begleitform kann dir helfen, deine Muster zu erkennen, Gedankenspiralen zu durchbrechen und dich schrittweise Situationen zu stellen. Studien zeigen, dass viele Menschen durch KVT Verbesserungen in ihrem Befinden erfahren.

Begleitende Ansätze:

In manchen Fällen können verschiedene Ansätze die Begleitung unterstützen. Ärzte können verschiedene Optionen besprechen, die individuell abgestimmt werden. Jede Form der Begleitung sollte individuell mit Fachpersonal abgestimmt werden.

Wo dieser Artikel ansetzt:

Die in diesem Artikel vorgestellten natürlichen Methoden, Atemübungen, Entspannungstechniken und Nahrungsergänzungen sind als Ergänzung zu ärztlicher oder psychotherapeutischer Begleitung gedacht. Sie können dir helfen, akute Situationen zu bewältigen und dein Wohlbefinden langfristig zu unterstützen.

Was kannst du bei intensiven Angstgefühlen tun und wie kannst du zur Ruhe kommen? Diese Fragen stellen sich viele Betroffene in solchen Situationen. Intensive Angstgefühle können jederzeit und überall auftreten. Das Herz rast, der Atem wird flach und die Anspannung ist für einen Moment sehr präsent.

Wenn du nach Wegen suchst, wie du bei intensiven Angstgefühlen Unterstützung finden kannst, dann bist du hier richtig. In diesem Artikel erfährst du, wie natürliche Methoden und bewährte Übungen dir helfen können, wieder zur Ruhe zu finden.

Zielsetzung dieses Artikels: Dieser Artikel bietet dir naturheilkundliche und psychologische Selbsthilfe-Strategien als Ergänzung zu ärztlicher oder psychotherapeutischer Begleitung. Die vorgestellten Methoden basieren auf aktuellem Wissen aus Psychologie, Neurowissenschaften und Naturheilkunde. Sie können dich dabei unterstützen, Angstepisoden besser zu verstehen und mit ihnen umzugehen – ersetzen jedoch keine professionelle Beratung oder Begleitung.

Typische Symptome einer Panikattacke

Es ist gut zu verstehen, was in deinem Körper geschieht, damit du die Reaktionen besser einordnen kannst. Bei intensiven Angstgefühlen aktiviert sich dein Sympathikus – der Teil des Nervensystems, der für „Kampf oder Flucht“ zuständig ist. Dies kann unter anderem zu folgenden Reaktionen führen:

  • Schneller Herzschlag und Herzrasen
  • Flache, schnelle Atmung
  • Schwitzen und Zittern
  • Engegefühl in der Brust
  • Schwindel oder Benommenheit

Obwohl sich diese Reaktionen intensiv anfühlen, sind sie Teil einer normalen Körperreaktion, und das Wissen darüber kann bereits beruhigend wirken und dir ein Gefühl der Orientierung zurückgeben.

10 wichtige Regeln im Umgang mit Angst

Bevor wir zu den konkreten Übungen kommen, ist es gut, die grundlegenden 10 Regeln bei intensiven Angstgefühlen zu kennen. Diese können dir nicht nur in akuten Situationen helfen, sondern auch dabei, Angstzustände langfristig zu begleiten.

10 wichtige Regeln bei Angst: Dein Fundament für den Umgang mit Panikattacken

  1. Akzeptiere die Angst, kämpfe nicht dagegen – Widerstand kann die Intensität verstärken. Sage dir: „Das ist unangenehm, aber es geht vorüber.“
  2. Erkenne die Warnsignale des Körpers bei Stress frühzeitig – Achte auf Muskelverspannungen, flache Atmung, Herzrasen und innere Unruhe, bevor sich eine Episode entwickelt.
  3. Nutze Atemübungen als erste Unterstützung – Eine bewusste Atemübung ist ein kraftvolles Werkzeug für Beruhigung.
  4. Bleibe körperlich geerdet – Die 5-4-3-2-1-Methode und andere Erdungstechniken können die Gedankenspirale unterbrechen.
  5. Vermeide Vermeidung – Je mehr Situationen du meidest, desto präsenter kann die Sorge werden. Stelle dich schrittweise deinen Ängsten.
  6. Pflege deinen Schlaf konsequentSchlafmangel ist einer der häufigsten Faktoren für innere Unruhe.
  7. Reduziere Stimulanzien bewusst – Koffein, Nikotin und Zucker können innere Unruhe verstärken.
  8. Bewege dich täglich – Schon moderate Bewegung täglich kann Stresshormone abbauen und das Nervensystem unterstützen.
  9. Sprich über deine ÄngsteSoziale Unterstützung und Offenheit können die Belastung erheblich reduzieren.
  10. Sei geduldig und selbstmitfühlend – Veränderung ist ein Prozess. Jeder kleine Schritt zählt, Rückschläge sind normal.

Diese 10 Regeln können die Grundlage bilden, um mit intensiven Angstgefühlen umzugehen. Sie können dir helfen, ein stabiles Fundament aufzubauen, bevor du die spezifischen Techniken anwendest.

→ Wie du dein Nervensystem besser verstehen und alltagstaugliche Strategien zur Regulation kennenlernen kannst, erläutern wir ausführlich in unserem Nervensystem-Leitfaden.​

🌊 11 hilfreiche Übungen für schnelle Unterstützung: Was du bei einer Panikattacke tun kannst

7 Soforthilfen für den Notfall bei Panikatacken
7 Ansätze für intensive Momente

Wenn du dich fragst „was kann ich bei intensiven Angstgefühlen machen?“, dann können diese Ansätze und Übungen deine erste Orientierung sein. Diese erprobten Strategien können dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen:

1. Atemübung mit Lippenbremse – Eine bewährte Technik zur Unterstützung bei Panikattacken

  1. Langsam und bewusst durch die Nase einatmen
  2. Mit leicht geöffneten Lippen ausatmen, sodass ein sanftes „Ssss“-Geräusch entsteht
  3. Das Ausatmen länger gestalten als das Einatmen
  4. Für einige Minuten wiederholen

Diese Atemtechnik kann einen Beitrag zur Beruhigung des Nervensystems leisten, weil sie den Fokus sanft vom Angstgefühl weglenkt.

2. Atmung bei Panikattacken: Die Bauchatmung

Die richtige Atmung bei intensiven Momenten kann unterstützend sein. Diese Atemübung könnte helfen:

  1. Lege eine Hand auf deinen Bauch, die andere auf die Brust
  2. Atme langsam durch die Nase ein, sodass sich nur die Hand auf dem Bauch hebt (nicht die Brust)
  3. Zähle beim Einatmen
  4. Halte kurz an
  5. Atme durch den Mund aus und zähle länger
  6. Wiederhole dies für einige Minuten

Sie kann den Parasympathikus (Ruhe-Nerv) aktivieren und ist auch als präventive Atemübung geeignet.

3. Alternative Atemübung bei Panikattacken: Die 4-7-8-Technik

Eine weitere möglicherweise unterstützende Atemübung ist die 4-7-8-Methode nach Dr. Andrew Weil:

  1. Durch die Nase einatmen und zählen
  2. Den Atem anhalten und zählen
  3. Durch den Mund ausatmen und zählen
  4. Mehrere Durchgänge wiederholen

Diese Technik kann bei innerer Anspannung oder vor herausfordernden Situationen einen Beitrag zur Beruhigung leisten.

4. Die 5-4-3-2-1-Erdungsmethode – Sinnesfokus zur Unterstützung bei Angstattacken

Bei intensiven Gefühlen kann diese bewährte Methode helfen, sodass du wieder Boden unter den Füßen spürst. Konzentriere dich auf:

  • 5 Dinge, die du siehst
  • 4 Geräusche, die du hörst
  • 3 Empfindungen, die du spürst
  • 2 Gerüche, die du riechst
  • 1 Geschmack in deinem Mund

Diese Übung kann helfen, deine Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu lenken, sodass das Gedankenkarussell unterbrochen wird.

5. Progressive Muskelentspannung – Unterstützung in akuten Angstsituationen

  1. Hände zu Fäusten ballen und kurz halten
  2. Locker lassen und bewusst die Entspannung spüren
  3. Das gleiche dann wiederholen für: Schultern, danach für das Gesicht und danach für die Zehen

Während der Anspannung normal weiter atmen, nicht die Luft anhalten. Durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung kannst du deinem Körper signalisieren, dass keine akute Gefahr besteht.

Warum kann diese Entspannungsübung unterstützen? Progressive Muskelentspannung ist eine etablierte Entspannungsübung, weil sie den Gegenspieler zur Anspannung aktiviert. Durch den bewussten Wechsel lernt dein Körper, Entspannung auf Anfrage abzurufen – eine Fähigkeit, die besonders bei wiederkehrenden Angstepisoden wertvoll sein kann.

6. Kälte-Stimulation – Hausmittel zur Unterstützung von Vagusnerv und Entspannung

  • Kühles Wasser über Gesicht oder Unterarme laufen lassen
  • Eiswürfel in den Händen halten
  • Kalten Gegenstand an die Handgelenke legen

Kältereize sind ein sanfter Ansatz und können den Parasympathikus aktivieren. Deine Beruhigung kann gefördert werden, während gleichzeitig deine Konzentration umgelenkt wird.

7. Visualisierung zur Ablenkung

Stelle dir deinen sichersten, beruhigendsten Ort vor. Das kann sein:

  • Ein Strand mit Wellenrauschen
  • Ein warmes Bett an einem Regentag
  • Eine Bergwiese mit Vogelgesang
  • Eine Bibliothek mit Büchern und Stille

Kombiniere diese Visualisierung mit langsamer, tiefer Atmung.

8. Die „Bleiben und Erden“-Strategie

Intensive Angstgefühle können Fluchtreflexe auslösen. Arbeite bewusst dagegen:

  1. Standfest hinsetzen: Spüre bewusst den Kontakt mit Stuhl und Boden
  2. Arme und Beine erden: Drücke deine Handflächen auf die Oberschenkel
  3. Mantra wiederholen: „Diese intensiven Gefühle gehen vorüber. Ich bin sicher.“
  4. Nach der Anwendung beruhigender Ansätze: „Meine Strategien unterstützen mich.“

9. Singen oder Grimassieren

Singen reguliert automatisch deine Atmung und kann Anspannung abbauen. Grimassieren (absichtlich das Gesicht verzerren) unterbricht den Stresskreislauf durch bewusste Muskelbewegung.

10. Gedanken aktiv umlenken

Zähle rückwärts in Schritten oder zähle alle Gegenstände einer bestimmten Farbe im Raum. Das fordert dein Gehirn, sodass die Gedankenschleife unterbrochen werden kann.

11. Achtsamer Spaziergang

Wenn möglich, gehe raus und konzentriere dich auf Sinneseindrücke: Wind auf der Haut, Geräusche um dich herum, Boden unter den Füßen. Das kann von intensiven Gefühlen ablenken, sodass du dich erden kannst.

Mögliche Auslöser von Panikattacken: Wie Panik und Angst entstehen können

Häufiger als viele denken erleben Menschen intensive Angstmomente, etwa 20% der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben. Um die Hintergründe zu verstehen, ist es wichtig zu wissen: Wie entstehen diese Reaktionen eigentlich? Oft ist es eine Kombination verschiedener Faktoren, wobei sowohl körperliche als auch psychische Aspekte eine Rolle spielen.

Die wissenschaftliche Erklärung

Der Mechanismus im Gehirn läuft wie folgt ab:

  1. Reaktion der Amygdala: Das emotionale Zentrum im Gehirn interpretiert Reize als potenziell bedeutsam
  2. Sympathikus-Aktivierung: Der Körper schaltet in den „Kampf-oder-Flucht“-Modus
  3. Körperliche Reaktionen: Herzrasen, flache Atmung, Schwitzen entstehen
  4. Verstärkung: Die körperlichen Reaktionen werden selbst als bedeutsam wahrgenommen
  5. Kreislauf: Die Besorgnis verstärkt die Reaktionen, die Reaktionen verstärken die Besorgnis

Mögliche Ursachen für Panikattacken: Die häufigsten Auslöser

Die Hintergründe lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen:

1. Biologische Faktoren:

  • Genetische Veranlagung: Familiäre Vorbelastung kann eine Rolle spielen
  • Neurotransmitter-Balance: Aspekte bei Serotonin, GABA, Noradrenalin
  • Hormonelle Schwankungen: Besonders bei Frauen (Zyklus, Schwangerschaft, Wechseljahre)
  • Reaktive Amygdala: Das emotionale Zentrum kann sensibel reagieren

2. Psychologische Faktoren:

  • Chronischer Stress und Belastung im Beruf oder Privatleben
  • Belastende Erlebnisse oder herausfordernde Lebensereignisse
  • Erlernte Reaktionen aus der Kindheit
  • Perfektionismus und hohe Selbstansprüche
  • Unverarbeitete Konflikte oder verdrängte Emotionen

3. Lebensstil als Faktoren:

  • Hoher Koffeinkonsum
  • Schlafmangel oder gestörter Schlafrhythmus
  • Bewegungsmangel und sitzende Lebensweise
  • Ernährungsaspekte und Nährstoffversorgung (Magnesium, B-Vitamine, Omega-3)
  • Alkohol- oder Substanzkonsum

Wichtig: Auch wenn die Hintergründe komplex sind, bedeutet das nicht, dass du ihnen hilflos ausgeliefert bist. Mit den richtigen Strategien kannst du lernen, mit intensiven Gefühlen umzugehen.

Typische Auslöser im Alltag

Intensive Angstgefühle können verschiedene unmittelbare Auslöser haben:

  • Situative Auslöser: Menschenmengen, enge Räume, öffentliche Verkehrsmittel
  • Körperliche Auslöser: Koffein, Unterzuckerung, Erschöpfung
  • Emotionale Auslöser: Konflikte, Überforderung, unterdrückte Gefühle
  • Gedankliche Auslöser: Sorgenspiralen, „Was-wäre-wenn“-Gedanken

Selbstbeobachtung: Führe ein Tagebuch, um deine persönlichen Auslöser zu identifizieren. Das kann dir helfen, Muster zu erkennen und präventiv zu handeln.

Strategien zur Unterstützung bei Panikgefühlen in der Nacht

Nächtliche Angstepisoden sind besonders herausfordernd, weil sie uns aus der vermeintlich sichersten Zeit reißen. Sie treten häufig in den frühen Morgenstunden auf, wenn der natürliche Cortisolspiegel ansteigt. Sie können aber sowohl beim Einschlafen als auch mitten in der Nacht auftreten, sodass der gestörte Schlaf zusätzlich belastet. Die nächtliche Umgebung verstärkt oft das Gefühl der Hilflosigkeit.

Mögliche Gründe, warum Panikattacken in der Nacht auftreten

  • Hormonelle Schwankungen: Nächtliche Hormonveränderungen können Reaktionen beeinflussen
  • Blutzuckerschwankungen: Niedrige Blutzuckerwerte in der Nacht
  • Schlafbezogene Aspekte: Atemaussetzer können Gefühle verstärken
  • Verarbeitungsprozesse: Das Gehirn verarbeitet nachts Stress und Erlebnisse
  • Verstärkte Dunkelheit: Fehlende visuelle Orientierung kann Gefühle verstärken
  • Einsamkeit: Nachts fühlt man sich oft isolierter
  • Bei Schlafmangel: Müdigkeit kann innere Unruhe begünstigen

Strategien für nächtliche Panikgefühle: Unterstützung beim Schlafen

Wenn du von nächtlichen Episoden betroffen bist, können diese gezielten Maßnahmen helfen:

  1. Ruhig bleiben: Setze dich aufrecht hin, sodass die Atmung erleichtert wird
  2. Licht anmachen: Orientierung im Raum schafft Sicherheit
  3. Kühle Luft: Fenster öffnen oder vor das geöffnete Fenster setzen
  4. Beruhigende Routine: Einen warmen Tee trinken und leise Musik hören
  5. Schlafhygiene: Regelmäßige Bettzeiten und entspannende Abendroutine
  6. Entspannungstechniken: Progressive Muskelentspannung vor dem Schlafen

Unterstützung bei stiller Panikattacke: Die oft verkannte Form der Angst

Manche Angstepisoden verlaufen weniger sichtbar, sodass sie häufig nicht als solche erkannt werden. Hier fehlen die typischen äußeren Anzeichen wie Zittern oder Schwitzen. Stattdessen dominieren innere Aspekte:

Symptome einer stillen Panikattacke

  • Gefühl der Unwirklichkeit oder Benommenheit
  • Innere Unruhe ohne äußere Anzeichen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gefühl der Entfremdung vom eigenen Körper
  • Plötzliche, intensive Sorgen ohne erkennbaren Grund

Umgang mit einer stillen Panikattacke

Da solche Episoden schwer zu erkennen sind, können besonders diese Strategien hilfreich sein:

  1. Selbstwahrnehmung schulen: Achte auf subtile Veränderungen in deinem Befinden. Beobachte ganz bewusst kleine Veränderungen wie Herzrasen, leichte Schweißbildung, ein Engegefühl in der Brust oder eine veränderte Atemfrequenz. Diese frühe Wahrnehmung kann dir helfen, die Episode rechtzeitig zu erkennen, bevor sie sich verstärkt. Ziel ist es, die Reaktionen als vorübergehende körperliche Aspekte zu akzeptieren.
  2. Grounding-Techniken: Lenke deine Aufmerksamkeit gezielt auf den Kontakt deiner Füße mit dem Boden. Spüre das Gewicht, die Festigkeit und Berührungspunkte. Alternativ kannst du dich auch auf andere Sinneseindrücke fokussieren, z.B. das Rauschen der Luft, oder einen Gegenstand in deiner Hand. Grounding verankert dich im Hier und Jetzt und kann das innere Chaos reduzieren.
  3. Realitätscheck: Sage dir innerlich oder leise: „Das ist eine intensive Episode. Sie ist unangenehm, aber sie geht vorüber.“ Erinnere dich daran, dass die Aspekte vorübergehen. Diese bewusste Einordnung kann die Sorge reduzieren.

Methoden bei Panikattacken „ohne Grund“

Viele Betroffene erleben Episoden ohne erkennbaren Grund, sodass sie sich hilflos und verwirrt fühlen. Solche Episoden scheinen aus dem Nichts zu entstehen, haben jedoch oft subtile Auslöser, die nicht sofort erkennbar sind. Es ist gut zu wissen, dass auch eine scheinbar grundlose Episode immer Hintergründe hat.

Versteckte Auslöser für Panikattacken: Wenn die Angst unerwartet kommt

  • Körperliche Faktoren: Hormonelle Schwankungen, Blutzuckerschwankungen
  • Unbewusster Stress: Angestaute Spannungen aus dem Unterbewusstsein
  • Externe Reize: Gerüche, Geräusche oder Situationen als unbewusste Auslöser
  • Konditionierung: Bestimmte Orte oder Zeiten als erlernte Trigger

Strategien bei Panikattacken ohne Grund

Auch wenn du den Auslöser nicht identifizieren kannst, können diese bewährten Methoden helfen:

  1. Akzeptanz entwickeln: Formuliere innerlich oder laut: „Auch ohne einen klar erkennbaren Grund ist diese Episode real und sie wird vorübergehen.“ Diese Haltung verhindert, dass du gegen die Gefühle ankämpfst, was die Anspannung verstärken kann.
  2. Tagebuch führen: Notiere die Umstände, sodass du Muster erkennen kannst. Das Tagebuch unterstützt außerdem die Reflexion, wie wirksam deine Bewältigungsstrategien sind und dokumentiert Fortschritte.
  3. Präventive Entspannung: Baue regelmäßige Entspannungsübungen in deinen Alltag ein, zum Beispiel: progressive Muskelentspannung, Yoga, Atemübungen oder Meditation. Diese Übungen können helfen, das generelle Spannungsniveau zu beeinflussen und das Nervensystem zu unterstützen.

Wie du anderen mit intensiven Angstgefühlen helfen kannst

Für Angehörige, Freunde und Partner: So kannst du Menschen mit Angstepisoden unterstützen

Wenn jemand in deinem Umfeld unter intensiven Angstgefühlen leidet, möchtest du vielleicht helfen – bist dir aber unsicher, wie. Hier sind einige Leitlinien, die dir und der betroffenen Person helfen können:

Was du tun kannst:

  • Zuhören ohne zu urteilen: Gib der Person Raum, über ihre Gefühle zu sprechen, ohne sie zu bewerten oder sofort Lösungen anzubieten.
  • Ernst nehmen: Auch wenn die Anspannung für dich nicht nachvollziehbar ist – für die Person ist sie real und bedeutsam. Akzeptiere das.
  • Ruhig bleiben: Wenn jemand während einer intensiven Episode bei dir ist, bleibe selbst möglichst ruhig und gelassen. Deine Ruhe kann ansteckend wirken.
  • Praktische Begleitung anbieten: Frage, ob die Person möchte, dass du bei ihr bleibst, oder ob sie lieber allein sein will. Respektiere die Antwort.
  • Zur professionellen Begleitung ermutigen: Wenn die Episoden häufiger werden oder das Leben stark beeinträchtigen, ermutige die Person freundlich, professionelle Unterstützung zu suchen.
  • Eigene Grenzen achten: Du bist nicht verantwortlich für die Veränderung bei der anderen Person. Achte auch auf dein eigenes Wohlbefinden und hole dir bei Bedarf Unterstützung.

Was du besser vermeiden solltest:

  • Bagatellisieren: Sätze wie „Das ist doch nicht so schlimm“ oder „Stell dich nicht so an“ können verletzen.
  • Drängen: Zwinge niemanden, sich sofort herausfordernden Situationen zu stellen. Veränderung braucht Zeit und schrittweises Vorgehen.
  • Überfordern: Versuche nicht, die Person zu „retten“ oder alle Aspekte zu lösen. Das kann beide Seiten überfordern.
  • Ungeduld zeigen: Rückschläge und herausfordernde Phasen sind normal. Bleib geduldig und ermutigend.

Denk daran: Deine ruhige, verständnisvolle Präsenz und dein Respekt für die Grenzen der anderen Person sind oft die wertvollste Unterstützung, die du geben kannst.

Bewältigungsstrategien bei Depression und Panikattacken: Symptome erkennen und unterstützen

Bewältigungsstrategien für Depressionen & Panikattacken
Bewältigungsstrategien bei emotionaler Belastung

Die Kombination aus niedergedrückter Stimmung und intensiven Angstgefühlen ist besonders herausfordernd, da beide Aspekte sich gegenseitig verstärken können. Bei vielen Menschen mit wiederkehrenden Angstepisoden treten auch Aspekte gedrückter Stimmung auf, wobei diese oft als Folge der wiederkehrenden Episoden entstehen.

Symptome bei Depressionen mit Panikattacken: Die Warnsignale erkennen

Wenn gedrückte Stimmung und Angstepisoden zusammen auftreten, zeigen sich oft diese Aspekte:

  • Emotionale Aspekte: Anhaltende Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Interessenverlust
  • Körperliche Aspekte: Energiemangel, Schlafveränderungen, Appetitveränderungen
  • Kognitive Aspekte: Konzentrationsschwierigkeiten, negative Gedankenspiralen, Grübeln
  • Soziale Aspekte: Rückzug, Isolation, Vermeidung von Aktivitäten

Spezielle Bewältigungsstrategien für Depressionen mit Panikattacken

  1. Kleine Schritte: Beginne mit einfachen, erreichbaren Zielen. Beispiele: Einen kurzen Spaziergang machen, täglich ein Glas Wasser trinken oder das Bett machen. Mit kleinen Erfolgen kann die Motivation wachsen, weitere Aufgaben anzugehen.
  2. Tagesstruktur: Feste Routinen können beiden Aspekten weniger Raum geben. Plane deinen Tag mit festen Zeiten für Aufstehen, Essen, Schlafen und Aktivitäten. Ein strukturierter Tagesablauf kann helfen, Grübeleien und Passivität zu unterbrechen. Routinen können Stabilität im Alltag fördern und das Gefühl von Orientierung stärken.
  3. Soziale Kontakte: Auch wenn es schwerfällt, kann es helfen, Kontakt zu anderen Menschen zu halten. Soziale Nähe kann Gefühle von Einsamkeit mindern und die Verarbeitung emotionaler Aspekte unterstützen.
  4. Professionelle Begleitung: Bei kombinierter emotionaler Belastung ist professionelle Unterstützung besonders wichtig.

Spezielle Situationen meistern: Panik beim Autofahren

Neben allgemeiner innerer Unruhe gibt es situationsspezifische Ängste, die mit gezielten Strategien begleitet werden können.

Panik beim Autofahren: Von der Vermeidung zur Selbstsicherheit

Angst beim Autofahren kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Mit einem strukturierten Ansatz lassen sich diese Gefühle oft gut begleiten.

Hintergründe für Anspannung beim Autofahren:

  • Belastende Unfallerfahrungen (eigene oder miterlebte)
  • Kontrollverlust-Befürchtungen
  • Überforderungsgefühle im Straßenverkehr
  • Unbehagen in engen Fahrzeugen
  • Unbehagen bei Tunneln, Brücken oder Autobahnen

Schritt-für-Schritt-Plan zur Begleitung:

Phase 1: Vorbereitung (Woche 1-2)

  • Täglich Entspannungsübungen (Progressive Muskelrelaxation, Atemtraining)
  • Visualisierung: Stelle dir erfolgreich bewältigte Fahrten vor
  • Unterstützungs-Kit zusammenstellen (L-Theanin, GABA, Pfefferminzbonbons)

Phase 2: Graduelle Annäherung (Woche 3-6)

  1. Woche 3: Nur ins Auto setzen, Motor starten, Atemübungen machen
  2. Woche 4: Kurze Strecken auf Parkplatz oder ruhiger Straße
  3. Woche 5: Bekannte Strecken in ruhigen Zeiten
  4. Woche 6: Schrittweise längere Strecken und leicht belebtere Straßen

Phase 3: Konsolidierung (ab Woche 7)

  • Regelmäßige Fahrten zur Routine machen
  • Sukzessive Schwierigkeitsgrad erhöhen (Autobahn, Stadtverkehr)
  • Positive Erfahrungen bewusst wahrnehmen und würdigen

Akute Unterstützung bei Angst Gefühlen beim Autofahren:

  1. Rechts ranfahren: Wenn möglich, sicher anhalten
  2. Fenster öffnen: Frische Luft kann sofort helfen
  3. 4-7-8-Atmung: Mehrere Durchgänge mit geschlossenen Augen
  4. Erdung: Hände fest aufs Lenkrad legen, Füße bewusst auf Pedalen spüren
  5. Unterstützende Supplements für unterwegs: GABA, L-Theanin
  6. Positives Selbstgespräch: „Das sind nur intensive Gefühle. Ich bin sicher. Es geht vorbei.“
  7. Weitermachen: Wenn möglich, weiterfahren (verhindert Vermeidungslernen)

Begleitung nutzen: In den ersten Wochen kann eine vertraute Person als Beifahrer Sicherheit geben. Bei intensiver Angst beim Autofahren ist zusätzlich eine professionelle Begleitung mit spezialisierten Fachleuten sehr hilfreich.

Panikattacke bei Stress: Strategien, um den Teufelskreis zu durchbrechen

Intensive Angstgefühle bei Stress entstehen, wenn das Spannungslevel einen kritischen Punkt überschreitet. Sie sind besonders herausfordernd, weil Stress sowohl Auslöser als auch Folge sein kann. Dieser Mechanismus führt oft zu einer Spirale, sodass sich Stress und intensive Gefühle gegenseitig verstärken.

Stress als Auslöser verstehen

Bei chronischem Stress ist das Nervensystem bereits in Alarmbereitschaft, sodass bereits kleine zusätzliche Belastungen intensive Reaktionen auslösen können:

Stressmanagement zur Prävention

  1. Stressoren identifizieren: Was löst bei dir Stress aus?
  2. Prioritäten setzen: Nicht alles ist gleich wichtig
  3. Entspannungspausen: Regelmäßige kurze Auszeiten einbauen
  4. Grenzen ziehen: Lerne, auch mal „Nein“ zu sagen

Aktivierung des Parasympathikus & Stimulierung des Vagusnervs

Bei intensiven Angstgefühlen wird der Sympathikus aktiviert, das ist der Teil des vegetativen Nervensystems, der für den „Kampf-oder-Flucht“-Modus zuständig ist. Um der Übererregung entgegenzuwirken, kann es hilfreich sein, den Parasympathikus zu aktivieren. Dieser Teil des Nervensystems fördert Entspannung, Regeneration und Beruhigung. Die gezielte Anregung des Parasympathikus, insbesondere über den Vagusnerv, kann helfen, die Alarmreaktion des Körpers zu dämpfen und das Gleichgewicht im Nervensystem zu unterstützen.

Tiefe Bauchatmung/4-7-8 Technik: Langsames, bewusstes Atmen mit verlängertem Ausatmen kann den Parasympathikus aktivieren, sodass sich das Nervensystem beruhigt.

Singen, Summen und Gähnen: Durch Vibrationen im Halsbereich wird der Vagusnerv angeregt, was die Entspannung fördern kann. Bestimmte bewusste Handlungen, wie Gähnen oder rhythmisches Summen des Mantras „Om“, können die Parasympathikus-Aktivität beeinflussen.

Langsames und bewusstes Kauen: Da der Verdauungstrakt eng mit dem Parasympathikus verbunden ist, kann gründliches Kauen nicht nur der Verdauung dienen, sondern auch den Entspannungsmodus unterstützen.

Faszienmassage: Sanfte Massage mit einer Faszienrolle oder behutsames Dehnen können Muskelverspannungen lösen, sodass sich dadurch die Parasympathikus-Aktivität fördern lässt.

Vagusnerv-Anregung durch sanfte Berührungen: Spezifische Stellen am Hals oder Bauch, z.B. durch Streicheln oder leichte Massage, können den Vagusnerv gezielt anregen.

Unterstützung durch Entspannungsübungen bei Angst und Generalisierter Angststörung

Regelmäßige Übungen können dabei helfen, anhaltende Sorgen zu begleiten und das Nervensystem langfristig zu unterstützen. Durch gezielte Entspannungsübungen kannst du langfristig zu mehr Ruhe und Gelassenheit gelangen.

Entspannungsübungen: Tägliches Übungsprogramm

  1. Morgens: Progressive Muskelentspannung oder 4-7-8-Atmung
  2. Mittags: Achtsamkeits-Spaziergang oder einfache Atemübung
  3. Abends: Kurzmeditation oder Body-Scan

Wöchentliche Übungen

  • Sorgenzeit: Feste Sorgen-Zeit einplanen
  • Dankbarkeits-Journal: Abends positive Aspekte notieren
  • Exposition: Wöchentlich eine leicht herausfordernde Situation aufsuchen
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität

Wichtig: Diese Entspannungsübungen können besonders nachhaltig unterstützen, wenn sie täglich und langfristig geübt werden.

Panikattacken: Unterstützung im Alltag mit Supplements

Einige Aminosäuren und Nahrungsergänzungen können das allgemeine Wohlbefinden unterstützen, auch wenn ihre Wirkung individuell unterschiedlich sein kann. Sie sind daher ein möglicher Baustein einer umfassenden Strategie.

GABA: Natürliches Mittel zur Unterstützung von Entspannung

GABA wird in wissenschaftlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit Entspannung und Schlafqualität erforscht, was besonders nach intensiven Episoden von Interesse sein kann.

Anwendungsbereiche:

  • Kann einen Beitrag zur Unterstützung bei innerer Unruhe leisten
  • Kann die Entspannung begleiten
  • Auf leeren Magen kann die Aufnahme begünstigt werden
  • Kombination mit Vitamin B6 wird erforscht

Synergetische Aminosäuren

Die Wirkung von GABA kann durch Taurin, L-Theanin, Vitamin B6 und Magnesium beeinflusst werden. Diese möglichen Zusammenwirkungen kannst du berücksichtigen:

  • GABA + L-Theanin: Kann die entspannende Komponente unterstützen
  • GABA + Taurin: Kann langfristig das Nervensystem begleiten
  • GABA + Vitamin B6: Kann die Aufnahme beeinflussen

L-Theanin – Natürliche Aminosäure aus grünem Tee

Nach der Einnahme von L-Theanin wurde eine verstärkte Bildung von Alpha-Wellen im Gehirn gemessen, die in einem Zustand der Entspannung entstehen. Diese Alpha-Wellen unterscheiden sich von der Gehirnaktivität während intensiver Anspannung.

  • Individuelle Anpassung der Menge möglich
  • Besonderheit: Kann entspannen ohne müde zu machen
  • Natürliche Quelle: Grüner Tee

Glycin – Unterstützender Neurotransmitter

Glycin wird eine beruhigende Komponente zugeschrieben.

  • Kann als Pulver in Wasser eingenommen werden
  • Natürliche Quellen: Knochenbrühe, Kollagen

Tryptophan und 5-HTP – Serotonin-Vorstufen

Aspekte im Serotoninstoffwechsel werden mit Stimmung, innerer Unruhe und Schlaf in Verbindung gebracht. Die ergänzende Zufuhr von Tryptophan kann dabei einen Beitrag leisten. 5-HTP (5-Hydroxytryptophan) ist die direkte Vorstufe von Serotonin:

  • L-Tryptophan kann das allgemeine Wohlbefinden unterstützen
  • 5-HTP kann als Alternative betrachtet werden
  • Wichtig: Nicht mit bestimmten Medikamenten kombinieren – Rücksprache mit Fachpersonal
  • Tryptophanreiche Lebensmittel sind z.B. Truthahn, Eier, Kürbiskerne

Glycin und Taurin als Kombination

Glycin: Kann die Erregbarkeit beeinflussen. Durch ihre sogenannten glycinergenen Rezeptoren im zentralen Nervensystem spielt Glycin eine Rolle als hemmender Neurotransmitter.

Glycin-Ansatz:

  • Glycin-Pulver kann eingenommen werden
  • Kann entspannen ohne müde zu machen

Taurin: Kann das Nervensystem begleiten

Taurin über mehrere Wochen. Taurin und Glycin können möglicherweise beruhigend bei innerer Unruhe unterstützen.

Taurin-Anwendung:

  • Langfristige Anwendung möglich
  • Akute Anwendung möglich
  • Synergie: Optimal wird Taurin von der Aminosäure Glycin unterstützt
  • Natürliche Quelle: Meeresfrüchte, Fleisch

Aminosäuren: Einnahme-Tipps zur Unterstützung bei Panikstörung

Morgens (auf nüchternen Magen):

  • L-Theanin für entspannte Wachheit
  • Glycin für Grundentspannung

Bei akuter innerer Unruhe:

  • GABA + L-Theanin Kombination
  • Glycin als Zusatz

Abends:

  • Tryptophan oder 5-HTP zur Unterstützung
  • Taurin zur Begleitung des Nervensystems

Achtung, diese Faktoren können die Wirkung beeinflussen:

  • Koffein: Kann L-Theanin-Wirkung abschwächen
  • Proteinreiche Mahlzeiten: Konkurrenz um Aufnahme
  • Alkohol: Kann GABA-Rezeptoren langfristig beeinflussen
  • Zuckerreiche Mahlzeiten: Können Neurotransmitter beeinflussen

Ein möglicher 4-Wochen-Supplement-Plan

Supplements & Vitamine gegen Panikattacken
Supplements zur Unterstützung des Wohlbefindens

Woche 1-2: Anfangsphase

  • Täglich: L-Theanin, Glycin, GABA
  • Bei Bedarf: Zusätzliche Einnahme bei innerer Unruhe

Woche 3-4: Aufbauphase

  • Morgens: L-Theanin, Glycin
  • Abends: L-Tryptophan oder 5-HTP, Taurin

Langzeit-Erhaltung:

  • Morgens: L-Theanin täglich
  • Abends: Taurin täglich
  • Bei Bedarf: GABA und Glycin

Hilfreiche Strategien für den Alltag

Offene Kommunikation

Es kann sehr entlastend sein, vertrauten Menschen von deinen intensiven Gefühlen zu erzählen:

  • Freunde und Familie können dich unterstützen
  • Reden kann helfen, den Stresskreislauf zu begleiten
  • Du fühlst dich weniger allein mit dem Thema

Langfristige Anpassungen der Gewohnheiten: Strategien bei Panikgefühlen

Du erlebst Panikgefühle den ganzen Tag lang? Dann können bestimmte Routinen und Strategien hilfreich sein, um den Alltag besser zu strukturieren und Anspannung zu regulieren.

Schlafhygiene als Grundpfeiler

Guter Schlaf ist essentiell für ein stabiles Nervensystem, sodass regelmäßige Schlafzeiten wichtig sind:

  • Regelmäßige Bettzeiten: Auch am Wochenende einhalten
  • Schlafumgebung optimieren: Dunkel, kühl und ruhig
  • Abendrituale: Entspannende Routine vor dem Schlafen
  • Bildschirmverzicht: Mindestens 1 Stunde vor dem Schlafen

Ernährung als Unterstützung

Eine ausgewogene Ernährung kann das Nervensystem unterstützen:

  • Blutzuckerstabilität: Regelmäßige Mahlzeiten
  • Omega-3-Fettsäuren: Fisch, Nüsse und Samen
  • Magnesiumreiche Lebensmittel: Vollkorn, grünes Blattgemüse
  • Koffein bewusst konsumieren: Kann innere Unruhe verstärken

Achtsamkeit und Meditation

  • Tägliche kurze Meditationen
  • Achtsame Spaziergänge mit Fokus auf Sinneseindrücke
  • Regelmäßig Atembeobachtungsübungen

Sport und Bewegung

  • Regelmäßige körperliche Aktivität
  • Yoga, Dehnübungen: Kombiniert mit Achtsamkeit

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Moderne Therapieansätze: Ein Überblick über Methoden bei Panikgefühlen

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Die KVT gilt als etablierter Ansatz bei wiederkehrenden Angstepisoden. Viele Menschen können Verbesserungen in ihrem Befinden erfahren:

  • Gedankenmuster erkennen: Negative Denkspiralen identifizieren
  • Expositionsansatz: Schrittweise Annäherung an herausfordernde Situationen
  • Entspannungstraining: Systematisches Erlernen von Beruhigungstechniken

EMDR und weitere innovative Ansätze

Bei belastungsbedingten Angstepisoden kann EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) hilfreich sein und belastende Erinnerungen verarbeitet werden:

  • Belastungsverarbeitung: Belastende Erlebnisse neu einordnen
  • Körperorientierte Begleitung: Somatische Erfahrungen integrieren
  • Achtsamkeitsbasierte Ansätze: MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction)

Hausmittel & Hilfsmittel bei Panikattacken: Praktisches Notfall-Set für unterwegs

Hausmittel gegen Panikattacken
Natürliche Ansätze für unterwegs

Einfache Techniken für unterwegs. Diese Dinge können in deiner Tasche hilfreich sein:

  • Kaugummi kauen: Kann beruhigend wirken und Kieferspannungen lösen
  • Lavendelöl inhalieren: Einige Untersuchungen zeigen entspannende Eigenschaften
  • Gummiband-Technik: Am Handgelenk ziehen und loslassen kann Gedanken umlenken
  • Intensive Geschmäcker: Pfefferminzbonbon oder kleine Chilischote als sensorischer Impuls
  • L-Theanin oder GABA
  • Deine persönliche Unterstützungs-Karte: Erstelle eine kleine Karte oder Notiz im Handy mit den für dich hilfreichsten Methoden.

Schnelle Notfallstrategie

Wenn du schnelle Unterstützung brauchst, nutze diese Kombination:

Die schnelle Unterstützung:

  1. Erkenne und benenne: „Das sind intensive Gefühle. Sie sind unangenehm, aber sie gehen vorüber.“
  2. Kältereiz: Kaltes Wasser übers Gesicht oder Eiswürfel in die Hand
  3. 4-7-8-Atmung: ein vollständiger Durchgang
  4. Erdung: Füße fest auf Boden drücken, 5 Dinge im Raum benennen

Diese Strategie kombiniert drei Mechanismen: Kognitive Neubewertung (Schritt 1), physiologische Unterbrechung (Schritt 2-3) und Grounding (Schritt 4). Wiederhole und verlängere die einzelnen Schritte nach Bedarf.

Wann professionelle Begleitung notwendig wird

Grenzen der Selbsthilfe erkennen

Wenn intensive Angstepisoden sehr häufig auftreten oder sich verstärken, ist es wichtig, professionelle Unterstützung hinzuzuziehen. Natürliche Ansätze können begleiten, aber sie ersetzen keine professionelle Begleitung, denn in manchen Fällen sind weitere Schritte nötig.

Warnsignale für professionelle Begleitung

  • Angstepisoden treten mehrmals wöchentlich auf
  • Starkes Vermeidungsverhalten entwickelt sich
  • Alltag wird erheblich beeinträchtigt
  • Gedanken, sich selbst zu schaden
  • Substanzgebrauch als Bewältigungsstrategie

Fazit – Panikattacken und deine persönliche Strategie

Mit diesen umfassenden Techniken kannst du im Ernstfall reagieren und langfristig zu mehr Gelassenheit finden. Probiere aus, welche Methoden dir am meisten helfen, und kombiniere sie nach deinem Bedarf, weil jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse hat. So kannst du Schritt für Schritt deine innere Stärke ausbauen. Die vorgestellten Strategien bieten dir ein umfassendes Werkzeug-Set. Besonders bei der Kombination emotionaler Belastungen ist es wichtig, geduldig zu bleiben und sowohl die akuten Aspekte als auch die zugrunde liegenden Faktoren zu begleiten.

Denke daran: Jede intensive Episode ist vorübergehend. Probiere die verschiedenen Methoden aus und finde heraus, was für dich persönlich am besten funktioniert. Sei geduldig mit dir selbst und scheue dich nicht, professionelle Unterstützung zu suchen, wenn du sie brauchst.

Du schaffst das – einen Atemzug und einen Schritt nach dem anderen 🤍

Eigene Erfahrung

In meiner eigenen Vergangenheit gab es Momente, in denen intensive Angstgefühle zu meinem Alltag gehörten – sei es mitten in der Nacht oder in herausfordernden Situationen, in denen ich mich plötzlich wie gelähmt fühlte. Ich habe damals die Erfahrung gemacht, dass das Gefühl, die Orientierung zu verlieren, sehr belastend ist.

Besonders die 4-7-8-Atemtechnik war für mich ein wichtiger Ansatz. Ich erinnere mich an Episoden, bei denen mein Herz so raste, dass ich dachte, ich bekomme keine Luft mehr. Indem ich mich auf die Atmung konzentrierte, konnte ich meinem Nervensystem signalisieren, dass keine reale Gefahr besteht. Auch die 5-4-3-2-1-Methode hat mir oft geholfen, mich wieder zu erden, wenn meine Gedanken abdrifteten.

In der Prävention habe ich persönlich Erfahrungen mit Aminosäuren wie L-Theanin und GABA gemacht. Ich stellte fest, dass die regelmäßige Anwendung mein allgemeines Spannungsniveau beeinflussen konnte. Diese Zeit ist nun vorbei, aber wenn ich heute Anzeichen von innerer Unruhe spüre, nutze ich Atemtechniken und Meditation, um wieder in meine Mitte zu finden.

FAQ

Welche Sofortmaßnahmen können bei Panikattacken unterstützen?

Bei Panikattacken können verschiedene Techniken helfen, die Anspannung besser zu regulieren und die Situation bewusster wahrzunehmen:

Atemübungen:
Techniken wie die 4‑7‑8‑Atmung oder die Lippenbremse können genutzt werden: durch die Nase einatmen, kurz halten und langsam ausatmen. Diese Übungen unterstützen das Nervensystem und können das Stressempfinden beeinflussen.

Körperliche Erdung:
Füße fest auf den Boden drücken, Hände auf die Oberschenkel legen und bewusst den Körperkontakt spüren. Dies lenkt die Aufmerksamkeit auf den Körper und kann helfen, im Moment zu bleiben.

Kältestimulation:
Kaltes Wasser ins Gesicht spritzen, Eiswürfel in den Händen halten oder für frische Luft sorgen. Kältereize können das Nervensystem stimulieren und das Empfinden von Anspannung verändern.

Progressive Muskelentspannung:
Fäuste kurz anspannen, dann wieder entspannen; die Übung kann auch mit Schultern oder Gesicht wiederholt werden. Dies unterstützt die bewusste Wahrnehmung von Anspannung und Entspannung im Körper.

Ablenkung durch Konzentration:
Rückwärts zählen (z. B. von 100 in 7er-Schritten) oder bestimmte Gegenstände im Raum aufzählen. Dies kann helfen, den Fokus von den Angstgefühlen abzulenken.

Mantra wiederholen:
Sätze wie „Das geht vorbei. Ich bin sicher. Es sind nur Gefühle.“ bewusst innerlich wiederholen, um den Geist zu beruhigen und Sicherheit zu vermitteln.

Welche Techniken können bei akuten Panikgefühlen unterstützen? 

Sofort-Ansätze:

  • Bauchatmung – Hand auf den Bauch, langsam durch die Nase einatmen, durch den Mund ausatmen.
  • 5-4-3-2-1-Erdung: 5 Dinge sehen, 4 hören, 3 berühren, 2 riechen, 1 schmecken.
  • Kälteschock – kaltes Wasser über Handgelenke, Eiswürfel oder kalte Luft ins Gesicht.
  • Progressive Muskelentspannung beginnen.
  • Mantra wiederholen: „Das geht vorbei, ich bin sicher, es sind nur Gefühle.“
  • Bewegung falls möglich – z.B. auf der Stelle gehen.

Wichtig: Intensive Angstgefühle sind unangenehm, aber sie dauern meist nur einige Minuten und gehen von selbst vorbei.

Was kann mir mein Körper mit einer Panikattacke mitteilen? 

Intensive Angstgefühle sind eine Reaktion des Überlebenssystems: Der Körper aktiviert die Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Mögliche Hintergründe können sein: chronischer Stress hat das Nervensystem beeinflusst, verdrängte Aspekte drängen ins Bewusstsein, Überforderung und Erschöpfung fordern eine Pause, ungelöste Konflikte oder Lebenskrisen brauchen Aufmerksamkeit, der Körper signalisiert: „So kann es nicht weitergehen.“ Sie sind oft ein Signal für tieferliegende Themen – Perfektionismus, mangelnde Selbstfürsorge, unterdrückte Emotionen. Sie können ein Wendepunkt zu bewussterem Leben sein.

Welche Nährstoff- oder Stoffwechselfaktoren können Panikgefühle beeinflussen?

Verschiedene Nährstoffaspekte können intensive Gefühle begünstigen: Magnesium-Aspekte können zu Muskelreaktionen, Herzrasen, innerer Unruhe beitragen und sind häufig bei innerer Unruhe relevant. Vitamin B12-Aspekte können neurologische Reaktionen wie Schwindel, Herzrasen beeinflussen. Vitamin D wird mit Stimmung und innerer Unruhe in Verbindung gebracht. Eisen-Aspekte können zu Herzrasen und Atemnot beitragen. Blutzuckerschwankungen durch unregelmäßige Ernährung können ähnliche Reaktionen auslösen. Koffein kann innere Unruhe verstärken.

Wichtig: Nährstoffaspekte sind selten die alleinige Ursache, können aber begünstigend wirken. Eine Untersuchung beim Arzt gibt Klarheit über tatsächliche Aspekte.

Was sind die häufigsten Hintergründe für Panikattacken?

Die Hintergründe für intensive Angstgefühle sind vielfältig und meist multifaktoriell: Chronischer Stress und Überforderung sind häufige Faktoren. Belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit können das Nervensystem beeinflussen. Genetische Veranlagung spielt bei vielen Betroffenen eine Rolle. Hormonelle Schwankungen (Zyklus, Wechseljahre, Schilddrüse) können Reaktionen begünstigen. Nährstoffaspekte wie Magnesium, B-Vitamine oder Omega-3 können das Nervensystem beeinflussen. Koffein, Alkohol und Substanzen können Reaktionen direkt beeinflussen. Schlafmangel ist einer der am meisten unterschätzten Faktoren.

Welche Möglichkeiten gibt es, Panikattacken und andere Angststörungen besser zu bewältigen?

Um mit intensiven Angstgefühlen umzugehen, ist ein mehrdimensionaler Ansatz hilfreich:

1. Professionelle Begleitung: Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zeigt bei vielen Menschen Verbesserungen. Hier lernst du, Muster zu erkennen.

2. Körperliche Ebene: Regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Reduktion von Koffein und Alkohol.

3. Entspannungstechniken: Tägliche Entspannungsübungen wie Meditation, Progressive Muskelentspannung oder Yoga.

4. Supplements: Unterstützend GABA, L-Theanin, Magnesium, Omega-3 (nach Rücksprache mit Fachpersonal).

5. Exposition: Schrittweise Annäherung an herausfordernde Situationen unter professioneller Anleitung.

Wichtig: Der Weg ist ein Prozess – Geduld und Konsequenz sind wichtig.

Wie erkennt man eine stille Panikattacke?

Eine stille Panikattacke ist oft schwer zu erkennen, weil die typischen äußeren Symptome fehlen. Die Betroffenen spüren häufig intensive innere Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten oder Gedanken „wie in Watte“, fühlen sich von ihrem eigenen Körper oder der Umgebung entfremdet oder erleben ein Gefühl der Unwirklichkeit, auch als Depersonalisation bezeichnet. Plötzliche Sorgen oder Todesängste können auftreten, ohne dass diese nach außen sichtbar werden. Subtile körperliche Anzeichen können ein leicht erhöhter Puls, flache Atmung, leichte Übelkeit, Schwindel oder Kribbeln in Händen und Füßen sein.

Um mit stillen Panikattacken umzugehen, kann es hilfreich sein, die eigenen Symptome bewusst wahrzunehmen. Atemübungen, Erdungstechniken oder positive Selbstgespräche können dabei unterstützen, das eigene Erleben einzuordnen und besser zu beobachten. Auch wenn andere nichts bemerken, ist das Erleben real und legitim. Wer die Warnsignale des Körpers frühzeitig wahrnimmt, kann die Situation besser einschätzen und versuchen, bewusst zu regulieren.

Warum wache ich nachts mit Herzrasen auf?

Nächtliches Herzrasen kann verschiedene Ursachen haben. Bei manchen Menschen hängt es mit innerer Anspannung oder Angstgefühlen zusammen. Auch körperliche Faktoren wie Unterzuckerung, Schlafapnoe, hormonelle Schwankungen oder Reflux können zu einem beschleunigten Herzschlag führen. Zusätzlich können Lebensstilfaktoren wie Koffein, Alkohol, schweres Essen am Abend, Bildschirmzeit oder unregelmäßige Schlafzeiten Einfluss nehmen.

Wenn Herzrasen im Schlaf auftritt, kann es hilfreich sein, sich bewusst zu orientieren und einfache Beruhigungsstrategien auszuprobieren. Dazu gehören etwa Atemübungen wie die 4‑7‑8-Technik, frische Luft durch das Öffnen eines Fensters oder das Trinken eines warmen Tees. Auch langfristige Maßnahmen wie regelmäßige Entspannungsübungen, eine gute Schlafhygiene mit festen Schlafzeiten und die Begrenzung von Koffein am Nachmittag können unterstützend wirken.

Tritt nächtliches Herzrasen häufig auf oder ist mit weiteren Beschwerden wie Schmerzen, Schwindel oder Atemnot verbunden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, um körperliche Ursachen abzuklären.

Studien-Quellen

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung oder professionelle Begleitung. Bei akuten oder häufigen Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.

Bild von Carla Thiede
Carla Thiede

Autorin im Cura Via Redaktionsteam

Carla Thiede ist geprüfte Heilpraktikerin mit Schwerpunkt auf chronische Erschöpfung und Stressprävention und interessiert sich seit vielen Jahren für sanfte Heilmethoden, natürliche Hausmittel und ganzheitliches Wohlbefinden. Sie teilt praxisnahe Tipps aus eigener Erfahrung und recherchiert sorgfältig in Fachliteratur, Studien und Expertenartikeln, um ihre Leserinnen und Leser bestmöglich zu informieren.

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